Martinismus – ein Fragment

Eine Religion für mich, die habe ich begründet seinerzeit in der Falkstraße. War ein besetztes Haus in Frankfurt, Bockenheim. Besetzt, na ja. Wir hatten einen Park besetzt, waren von den Grünen (Tom Königs) geräumt worden, hatten dann ein Grünen-Büro im Nordend besetzt, und nach Verhandlungen und anderen Versuchen („im Uhrig“, beispielsweise) eine Zwischennutzung für 1,5 Jahre erreicht.

Wir nannten uns „Initiative für gemeinsames Leben“ (IGEL), haben irgendwann auch einen Verein gegründet … weil es Schwierigkeiten gab bei der Positionierung – eher seriös oder eher autonom – heißen wir schließlich „SERIONOM e.V.“. Herrlich, im Rückblick sehr genial.

Ich habe dann dort das Café betrieben, was dreist und gut und ein toller Ort war. Jeden Tag von 14 bis 05 Uhr.

An sich war es aber alles kollektiv, damit hatte ich so meine Probleme. ‚Nie, nie – nie wieder Plenum!‘. So richtig der Demokrat war ich nie, eher so diktatorischer Alleinherrscher.

Es gab auch sehr heftige Spannungen zwischen der No-Fun-Fraktion (Anti-Liga, Motto „Politik ist kein Spaß“) und der Liga („Lässige Initiative für gemeinsames Abhängen“, die eher wie Emma Goldmann das Tanzen als Wesentlich für die Revolution betrachtete.  Wurde dort — nach erfolgreicher Spaltung der Gruppe in Bedürftige und Feier-Leute durch die Stadtpolitik und den kriminellen evangelischen Wohnraum“Hilfe“-Verein — vertrieben, wegen Selbstherrlichkeit und Anmaßung, und konsequentem Verstoß gegen die Gruppenregeln.

„Schluß mit Lustig!“, das war das Motto der letzten Party im Café, seinerzeit. Und irgendwie war ich dieser Herr Lustig. Trug dazu passend eine Baskenmützen-Variation mit Riesenschwengel oben drauf. Wenn schon, denn schon. Keine halben Sachen.

Danach bin ich nach Wüstems gezogen, in den Wald, ins Wochenendhaus-Exil. Vertreibung, jeder Prophet hat sowas zu erdulden. Irgendwo musste mein damals schon sehr umfangreicher Krempel ja auch hin. Dann, im Wald herum laufen, alleine sein, tief traurig über das Scheitern. Inklusive der totalen Schwarzwerdung, vulgo Depression, der Wanderung durch die innere Finsternis, ganz allein.

So gehört das ja schließlich auch.

Natürlich heißt die Religion nach ihrem Stifter, also Martinismus. Zentral ist stets der Imperativ: Genieße es.

Egal was, immer diese Haltung – ziehe daraus das maximale an persönlichem Erkenntnisgewinn und Lustgewinn, genieße es, mach etwas damit, dass es toll für dich ist. Auch und gerade die harten Sachen, die schweren Angelegenheiten, das Schreckliche. Da ist immer ein Stück Himmel im Katastrophengebiet. Was über Woodstock gesagt wurde, trifft auch auf alle anderen Orte und Räume zu.

Der Martinismus hatte einen zweiten Begründer, den hoch erwürdigen Martin Claudius Maischein, der heute in Berlin lebt, immer weiter geile Musik macht und damals als „der kleine Martin“ firmierte, weil ich halt älter und größer (im Sinne von Körperlänge) war, und vor allem es eine praktische Notwenigkeit gab, zu bezeichnen, welchen Martin man gerade gesucht hat in einem Haus mit 30+ Leuten … und wir waren mal wie Arsch auf Eimer, ein Team. Lange her. Ich erinnere mich, wie man ihn erst hörte und danach erst sah, weil er immer so stampfende Techno-Sounds von sich gab, während er rumlief – so eine Art Beat-Boxing. Das mache ich heute auch gerne, wenn ich eilig rum laufe – mir selbst dazu einen flotten Beat aufs Hirn geben, der in mir vibriert … viel besser als Kopfhörer sind selbstgenerierte Körpersonds, geht ja viel tiefer.

Natürlich gibt es den Martinismus historisch bereits, auch das gehört so, und der frühere Martinismus war eine radikale Sekte in Südfrankreich, mit Leuten, die christlich und kommunistisch waren, arm und entschlossen, die die Reichen töten wollten, um das Himmelreich wieder auf Erden zu etablieren 😉 nichts Neues unter der Sonne, sagte der Prediger Salomon.

Solche Anwandlungen wie den extremen Pauverismus habe ich nicht wirklich verfolgt — nur falls das ein potentieller Strafverfolger liest, das ist nicht unser Programm.

Häuserkampf, früher wie heute ist es wichtig und gut, Häuser zu besetzen. Die Häuser denen, die drin wohnen. Wem gehört die Welt, diese Frage muss immer wieder und mit einer gewissen nachhaltigen Ferundlichkeit öffentlich angegangen werden.

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x2b3.de schöner und übersichtlicher lesen – auf Google Plus

Ein Blog ist nett, um zu schrieben. Zum Nachlesen sehr unübersichtlich. Findet man ja nix, was man nicht explizit sucht. Wer das gerne zugänglicher hätte:

https://plus.google.com/114244081853933291956

 

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Kain und Abel

Ich muss diese Geschichte wohl mal wieder nach lesen. Erinnerlich ist mir, wie die Deutung ging, die sich mir als die bisher plausibelste erinnerlich macht – dass nämlich Gott ungerecht gegen die Brüder ist; das Opfer des Hirten Abel – der herumzieht und dies und das tut, und insgesamt nicht viel; das nimmt er an, dass des hart ackernden Kain, der macht und schafft und tut, Städte gründet und geschäftig ist, hingegen nicht.

Der eine läßt es sich gut gehen, lebt angenehm und froh, der andere hat offenbar Grund zum Zorn.

Und Kain ist doch eigentlich der Erstgeborene, also der, dem die Übernahme der Geschäfte an sich zu stünde. Dennoch, ihm ist die Anerkennung und die Liebe verwehrt, er wird nach anderen Maßstäben beurteilt.

Anscheinend liebt Gott die Faulen und Nutzlosen, die hart arbeitenden dagegen schaut er mit dem Arsch nicht an, niemand dankt es einem, sich zu bemühen. Kennt wohl jeder Mensch, solche Gefühle.

So dass Kain Fakten schafft, und den Abel erschlägt. Was ja auch historisch die Wahrheit ist; dass nämlich die Sesshaften den Nomaden das Leben unmöglich machten, indem sie mit befestigtem, eingehegten Land das zuvor normale Leben der Menschheit – umher ziehen und mit wenig Arbeit leben – unmöglich machten.

Gott fragt nun, wo ist dein Bruder, und Kain kontert – bin ich der Hüter meines Bruders?

Klar, ja, ist er, jedenfalls theoretisch und moralisch – und natürlich weiß er auch, wo der ist – nämlich tot, erledigt, erschlagen, ad acta gelegt.

Die apokryphen Evangelien – die Stories, die später für zu verrückt gehalten wurden, um in den Kanon aufgenommen zu werden, sind klarer – dort hat nämlich Adiaphotos (der Kain) den Amilabes (Abel) ausgesaugt, sein Blut bis auf den letzten Tropfen getrunken, seine Lebensenergie aufgenommen.

Was Gott natürlich auch weiß, so gesehen dumme Frage.

Und die Antwort hat Witz und Schärfe – eben weil Kain ja kein Schafshirte ist. Kein Hüter dummer Schlachttiere, um es präzise zu sagen. Abel ist ja maximal ein ungebildeter Tagelöhner, ein des Lesens nicht Kundiger, ein Niemand, ein Opfer, wie es neudeutsch so schön heißt. Kain dagegen hat etwas aufgebaut. Er ist der Mann, der Macher, der Manager.

Um den Verbleib von einer konkreten Person geht es also nicht wirklich, wer Bibel so liest, kann sie nie durchdringen – Personen sind immer Bezeichner für einen Stamm, eine Gruppe, eine gemeinsame Idee — sondern – was ist geschehen, hätten nicht die Nomaden auch ihren Lebensraum haben sollen, statt durch die Urbanisierung marginalisiert und praktisch komplett vernichtet zu werden?

Wie konnte es passieren, dass die alte Form des Lebens nun keinen Platz mehr hat?

Der zivilisierte Kain – er ist der Städtegründer, der freie Mensch, der, der aus der Natur die Kultur macht, der Modernist — sieht es nicht als seine Aufgabe an, die archaischeren Lebensweisen zu beschützen, so wie der Kapitalismus die Subsistenzwirtschaften zerstört, ohne ein Gewissen darüber zu zeigen.

Ein spätes Echo dieser Mordtat ist übrigens die Ermordung der Sinti und Roma, zum Beispiel hier in Köln, wo 1200 von ihnen an der Hohenzollerbrücke in Viehwagen der Reichsbahn abtransportiert wurden, um vergast zu werden.

Kain ist aufgrund seiner eigenmächtigen und lieblosen Gewalt ausgestoßen, gottlos, zum Umherschweifen — an sich: Der Völkerwanderung nach Osten, raus aus dem Garten Eden, sprich Mesopotamia, der Welterschließung, dem Immer-mehr und Immer-Weiter — verurteilt, es treibt ihn etwas in ihm drin gnadenlos an, ohne Ruhe und Frieden, und natürlich stehen er und sein Streben unter dem besonderen Schutz des Herrn – es darf ihm niemand etwas tun, sonst wird es siebenfach gerächt.

Kain auf der Flucht vor Jahwes Fluch von Fernand-Anne Piestre Cormon ca. 1880, Musée d’Orsay, Paris

Und später, mit seinem Sohn Lamech, sogar 77 Mal – was auch die Zahl ist, die Jesus als „wie oft soll ich dem Bruder vergeben“ nennt – auch da wird von 7 Mal vergeben auf 77 Mal gesteigert, ein klarer Hinweis auf die QBL, die Kabbalah, also das System der heräischen Mystik, wo Zahlen als Konzepte Bedeutungsträger sind — nichts in der Bibel macht irgendwie Sinn, ohne diese Lehre zu kennen.

Was auch sehr wichtig ist, das besondere Zeichen, das Kainsmal, ohne welches später keine Geschäfte möglich sind.

Auf der Stirn, sagen manche. Gut, wo sonst, sieht man ja anderswo schlecht. Könnte gut sein, es ist eher die Art, wie diese Leute auftreten, ihre Ausstrahlung, ihr Habitus, oder drittes Auge, etc.

Manche gegenwärtigen Exegesen sehen darin den eingebauten Computerchip, der mit sowas wie RFID arbeitet. Davon anderswann mehr.

Kain ist bei Beaudelaire der zukünftige Himmelsstürmer, der Anführer des Lumpenproletariats, der Gott töten wird, um seinen Platz einzunehmen. Ob der Franzose da nicht fehl ging? Die Blumen des Bösen, auch das ist eine gute Quelle, um Verschiedenes zu lernen. Nicht umsonst wurde zensiert. Merke – wo Zensur ist, ist Wissen.

So übrigens werden die Generationenfolgen der Götter üblicherweise gehandhabt, nicht bloß im biblischen Kontext – immer sind die Kommenden gegen die, deren Zeit abgelaufen ist, sehr gewalttätig, und es ist auch die Art, wie das Bessere sich durch setzt, durch stärkere und wirksamere Systeme.

Der Sturm der Götterwohnung, die kämpferische Auseinandersetzung, das ist ein Motiv in allen Geschichten über die Großen.

Nichts ist so überholt wie die Moral von Gestern.

Für Nomaden sind Zäune ein Verbrechen gegen die Allmende. Für Sesshafter sind umherziehende Banden ein schlimmes Problem. Für digitale Illuminati sind wieder die Freiheit des Umherziehens und die selbstverständliche Nutzung aller Güter durch alle das Gesetz.

Und ja, eine Form wird zerstört, um eine andere zu schaffen, vor allem: Ihr Raum zu erobern. Zerstörung ist konstruktiv, schreibt Malatesta.

Noch kurz zu Kain – dessen Nachkommen und die des Seth haben alles, was heute ist, gemacht und entwickelt, nicht etwa die Abels, diese Schafhirten.

‚Wir‘ westlichen Menschen und unsere Zivilisation, all das ist das Ergebnis der langen und harten Arbeit des Brudermörders Kain. Ob nun geliebt oder nicht, der Typ bringt die Dinge voran.

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Meditation über die eigene Schuld – Mea Culpa, Mea Maxima Culpa

Theoretisch ist es klar: Unschuld gibt es nicht, wenn Kindheit vorbei ist.

Und wann ist es praktisch möglich, schuldig zu werden? Wann kann ein mensch zur Verantwortung gezogen werden?

Antwort: Sobald ein System Handlungsvarianten hat und Kontrolle über die Auswahl der Optionen besitzt. Wer nicht anders handeln kann oder nicht weiß, wie die Regeln sind, ist unschuldig bzw. nicht schuldfähig.

Ein Säugling kann nur laut geben, wenn Bedürfniss ist.

Ein 6-jähriges Kind kann bereits zum Mörder werden, also aus niedrigen Beweggründen töten.

So wie inscheiß-Bruder, den haue ich tot, auch wenn es nicht erlaubt ist‘. Ich erinnere mich, dass ich das versucht habe. Und dann war ich entsetzt wegen dem vielen Blut und dem Geschrei, und zusammen haben wir es vertuscht und als einen Unfall dargestellt. Aber es war meine Schuld, ganz allein. Ab da war ich ein schlechter Mensch, in meinen Augen. Und hatte Grund, mich zu bessern. Was ich nur partiell geschafft habe. Meinen Bruder finde ich heute noch Scheiße, und er mich auch.

Also würde ich sagen, Schuldfähigkeit entwickelt sich, hat System-Voraussetzungen, und es beginnt mit 6 Jahren. Davor ist sie technisch nicht möglich, und wer Verantwortung zuschreibt, geht darin fehl, wenn ein Kind unter 6 beschuldigt wird.

Mit 6 ist die Kindheit vorbei. Mit 12 ist ein Mensch geschlechtsreif. Und mit 40 tot. Jedenfalls ist das biologisch so, seit 12.000 Jahren. Klar, heute haben wir die Welt kulturell überformt, und einiges daraus gemacht, was anders ist als die Natur. Aber so ist es eigentlich immer gewesen.

Seit ich denken kann – und das würde ich als mit sechs Jahren definieren – habe ich auch Schuld auf mich geladen, Dinge so gemacht, wie ich wußte, so soll das eigentlich nicht gemacht werden.

Wieso? Weil es in meinem Interesse lag, die mir bekannten Regeln zu brechen. Denn die Regeln, das habe ich verstanden, dienen mir nicht, sondern sie dienen denen, die vor mir da waren. Die haben sie gemacht, und daher sind diese Regeln immer zu IHREM Vorteil und gegen mich.

Ich habe aber auch erkannt: Wenn kein Polizist neben mir steht, gelten Regeln nicht – es gibt sie schlicht nicht, es sei denn, ich habe sie mir zu eigen gemacht, dann bin ich mein eigener Polizist.

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Über Wahrheit(en) – No Truth, Just Views

Beim Nachspüren fiel es mir mal wieder auf – meine „Wahrheit“ war ein Lügner. In vielerlei Hinsicht ist es mir sehr überzeugend vorgekommen, was ich geglaubt habe, und ich war mir sicher, so ist das, genau so und nicht anders.

Nun widerspricht der „Vollbesitz der Wahrheit“ meinem zentralen Dogma – immer skeptisch bleiben. Also konnte da was nicht stimmen.

Schon oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass das genaue Gegenteil oft ebenso wahr ist. Und das grundsätzlich immer aus These und Anti-These eine neue Synthese erwächst – der Kerngedanke dessen, was wir als Dialektik kennen.

Leute hassen das an mir, dass ich anscheinend beliebig irgendwelche Gegenpostitonen mit sauguten Argumenten vertrete, und immer so scheußlich konfrontativ bin. „Du drehst mir das Wort im Munde herum“, wie oft ich das gehört habe. Und es stimmt, teilweise.

Mir macht die Suche nach dem, was als gute und funktionierende, also passende, Wahrheitsannahme (Arbeitshypothese) durch gehen kann, ebenso viel Spaß wie die destruktive Kritik, das Auflösen von Gewissheiten in einem ätzenden Säure-Bad.

Letzteres ist emotional extrem unangenehm, beliebt macht sich ein solcher Mensch nicht, und den Schierlingsbecher hat der Sokrates auch nicht umsonst trinken dürfen. Sondern, weil seine liderliche, kynische und oft wohl auch reichlich besoffen vorgenommene Gotteslästerei den Menschen seiner Stadt irgendwann zu sehr auf die Nerven gegangen war.

Anlass dieser Meditation über Wahrheit war mein Artikel zu NPS und BPS, also narzistische Persönlichkeitsstörung und Borderline-Persönlichkeitsstörung.

Ich hatte diese Menschen als seelenlose Monster beschrieben, aus der Opfer-Perspektive.

Wieso? Weil meine Mutter NPS hat, und meine Ex eine BPS. Und weil ich daran fast kaputt gegangen bin. Aus meinem Erleben heraus bin ich ein Opfer, und für meine Kindheit und für die erste Zeit mit der Ex trifft das sicher zu, dass ich da sehr wenig ein Gegner oder gar selbst ein Täter war.

Nur – dann beginnt ja Interaktion, und es wird uneindeutig. Jemand kann nur ein reiner Täter sein, wenn jemand ein reines Opfer bleibt – und das drüfte NIE der Fall sein bei einer zeitlich ausgedehnten sozialen Interaktion. Tatsächlich drehen sich alle Dinge immer, und aus dem Einen wird das Andere.

Als Psychotherapeut habe ich mit beiden Störungsbildern gearbeitet, und die Menschen, die mit dieser Problematik bei mir an ihren Schwierigkeiten gearbeitet haben, immer als voll ok angenommen. Der Mensch ist in Ordnung, sie tut ihr Bestes, immer – nur der dämonische Reiter, das Monster, was sie auf sich sitzen haben und was sie bisweilen steuert, die PS, die muss neutralisiert werden.

Die therapeutische Perspektive sieht die Menschen und ihre Lernerfahrungen, die zugefügten Schädigungen, die einem unschuldigen Kind angetan wurden, und was aus einem guten menschen durch die böse Welt geworden ist. Das ist ebenso wahr wie die Beschreibung als Opfer. Was sicher falsch ist, dass ist die Idee von den geborenen Verbrechern. Es gibt einen Beitrag der Gene, vielleicht ist der sehr hoch, vielleicht sehr gering, nur es gibt sicher auch den Beitrag der Umwelt. Weil wir es nicht wissen, könnten wir einfach von 50:50 ausgehen, und sagen: Einen Teil bringt ein Mensch mit, ein anderer Teil wird gemacht und gelehrt und von Außen konfiguriert (Erziehung, Lernerfahrung). Beides steht immer in Interaktion.

Kein Mensch ist ein Monster.

Beweis: Auch Nazisau Adolf, die alte Methamphetamin-Hure, hat nicht nur gehasst und zerstört und gemordet, sondern eben auch (mindestens) einen Hund geliebt.

Der gleiche „Typ“ wird eben nicht in allen denkbaren Lebenssituationen sich gleich entwickeln. Und niemand schafft es, nur böse zu sein, egal wie böse definiert wird. Selbst mit der festen Absicht, nur Schlechtes zu tun, passieren gelegentlich gute Tagen, das ist unvermeidlich. Und genauso kommen aus lauter reinen Gedanken und der Absicht, nur mit Liebe zu handeln, gelegentlich scheußliche Dinge hervor. C’est la vie, alors.

Zurück zur Dialektik.

Kein Ding hat zwei Seiten, sondern: Immer sind es drei Seiten.

Beweis: Zeig mir etwas, und ich zeige dir, es ist 3D.

Nur theoretisch sind weniger Perspektiven denkbar, diese sind aber in unserem Anschauungsraum nicht sichtbar zu machen, es sei denn als Formel oder Wort.

Raum ist dreidimensional. Nicht wirklich, es sind wohl 16 Dimensionen, aber drei sehen wir.

Auch ein Pixel hat eine räumliche Ausdehnung. Sonst wäre es unsichtbar.

Wieso schreibe ich das?

Mir ist aufgefallen, dass ich meiner Mutter und meiner Ex Unrecht getan habe, sie als die total schlechten und fiesen Monster zu malen.

Schwarz anmalen, das ist eine Sache, die selbst ganz schwarz ist, und es färbt ab. Ich habe gemerkt, ich mache mich schuldig, wenn ich alle Schuld anderen gebe bzw. zuweise.

Ich habe meiner Mutter und meiner Ex – und allen anderen, die von diesen Persönlichkeitsstörungen betroffen sind – durch meine einseitige Beschreibung Unrecht getan. Und das tut mir leid.

Würde es nicht der Klarheit diesen, ich würde diese Beschreibung löschen, und mich entschuldigen. Allerdings, der Zeitpunkt dafür liegt, so glaube ich, in der Zukunft. Denn ich erwarte noch immer eine Entschuldigung von der anderen Seite, die logisch zuerst kommen müßte.

Was natürlich den Frieden blockiert. No justice, no peace. Fuck the police.

Ich bin gerne Kriegerin, ich vernichte den Gegner. Nicht körperlich, das wäre sinnlos. Alle kommen wir immer wieder, daher bringt es nichts, die Inkarnation zu beenden, wenn du einen Mißstand beenden willst. Sondern, was zerstört wird, sind die dämonischen Reiter. Die Gewissheiten, die Falschheiten, die Gemeinheiten.

Kein Mensch ist ein Feind. Aber auch: Kein Mensch ist ein Freund. Alle haben es verdient, angegriffen zu werden.

Wieso? Weil in mir der Hass und der Zorn und die Wut so stark geworden sind über all die Jahre. Die für die Erreichung von Glück zunächst ausgesprochen ungünstige Kombination aus Intelligenz und Sensibilität hat mich viel erleben lassen, und meistens in der Position, wo ich es ab bekommen habe.

Meine Verwundungen einfach in einem grandiosen Akt der Gnade zu vergeben – es würde mich befreien und alles lösen, ist aber aktuell eine absolut übermenschliche Herausforderung. Und ich kann nur vergeben, was ich los lassen kann.

Meine Selbstdefinition mit 18, da hat mich Astrid gefragt, wie ich mich selbst sehe. Eine kluge Frau, und ihr war aufgefallen, dass ich für einen Hippie reichlich martialisch rum lief. Ich habe es ihr erklärt, oder wenigstens den Versuch unternommen.

Ich habe gesagt: Ich lebe im KRIEG. Und das ist wahr, so lange schon, dass es scheint, als sei das immer und zu jeder Zeit der Fall gewesen (was historisch NICHT stimmt).

Diese Welt kennt seit 2000 Jahren keinen Frieden. Die sehr friedlichen, matriarchalen Gesellschaften, das ist lange her und stieß an Grenzen, als diese neue Idee – Grenzen, und damit gleich zu setzen: Krieg – in die Welt kam.

Nur, paradoxerweiese, genau weil das so ist, habe ich in mir den Frieden entwickelt, und das ist eher einfach. Denn wenn ich ein Kämpfer gegen das Unrecht bin, ist es kein Problem, dass es davon mehr als genug gibt, und es ist auch nicht weiter schlimm, wenn ich es nicht beenden kann, denn es ist klar, alleine ist das nicht zu schaffen. Dadurch ist die innere Spannung auf Null reduzierbar, immer.

 

 

 

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Nuran David Calis – Glaubenskämpfer – Köln, Depot 1

Ich war im Theater, das erste Mal überhaupt seit 10 Jahren. „Glaubenskämpfer. Religionssuche zwischen Kloster, Moschee und Synagoge.“ Dieser Beitrag enthält, was ich dazu gelernt und formuliert habe. 

Die KULTURLISTE e.V.  hat es mir ermöglicht – die geben armen Menschen die Möglichkeit, frei gebliebene Karten kostenlos zu bekommen, um kulturelle Teilhabe zu befördern und natürlich auch, weil leere Säle so doof aussehen. „Säle“ sieht als Wort auch doof aus, aber Google meint, es sei korrekt so.

Also Win-Win-Situation, zudem Kontakt von Asi und Bonzi, also theoretisch eine Gelegenheit für soziale Verständigung. Jedenfalls sehe ich das so. Praktisch blieben die Klassen unter sich, und eine Dame neben mir, die gerade von übel riechenden Ex-Gefängnis-Insassen schwadroniert hatte, wurde ganz still von dem tonnenschweren bösen Blick von mir, dem stinkenden Fremden Punk neben ihr. Soziale Klassen, da ist das so, wir sind mittlerweile genetisch und olfaktorisch Feinde. Und sie sind alle … sag ich mal nix dazu.

23€ haben sie mir also erlassen. Nett. Zwar wäre ein angemessenes bedingungsloses Grund-Budget besser, aber immerhin.

Würdelos, die ganze Geschichte; und doch, ich freu mich dass ich da war.

Leider der von mir an sich eingeladene Gast keinen Bock gehabt, ich hatte ja (und werde wieder haben) zwei Karten. Schade.

Mit dem diskriminierungsfreien Zugang war es aber nicht wirklich weit her bzw. wahr – was mir an sich telefonisch zugesagt worden war: Ich müsse nur meinen Namen sagen, bekäme meine zwei Karten dann wie alle.

Nö. Nicht so. Sondern:

Ich sage, „ich bin der Herr Wild“. Dame guckt, „Computer says no“. Ich so: „Doch“. Sie sucht, dann nach einer Weile die Erkenntnis (schön laut, dass es alle hören): „Ach so! Sie sind von der KULTURLISTE, das müssen Sie uns sagen …“. Ich: „Nö, muss ich angeblich nicht“. Sie: „Aber es ist so, ich habe Sie hier (zeigt einen Zettel) drauf“. Und dann mich noch freundlich-doof voll geblubbert mit „Aber kommen Sie ruhig öfter, gerne„. Dass genau das Diskriminierung von Armen ist, kein Peil, die Dame. Positive Diskriminierung ist nicht positiv. Sondern genau so Scheiße. Es kommt auf das vermittelte Gefühl an, nicht auf irgend was sonst.

Zum eigentlichen Kern-Stück. Der Regisseur:

Nuran David Calis (* 1976 in Bielefeld) ist ein deutscher Theater- und Filmautor und -regisseur türkisch-armenisch-jüdischer Abstammung.

Der im Sozialwohnungsbezirk Bielefeld-Baumheide aufgewachsene Sohn eines armenischen Gießereiarbeiters und einer jüdischen Putzfrau, die aus der Türkei immigriert waren, besuchte das Gymnasium und jobbte ab 1992 als Türsteher (echt? Mit 16 Türsteher – wie geht das denn? Wohl eher 1994 …).

Armenier und Juden sind für Muslime verhasst und immer genozid-gefährdet. Aus der Kombination von Vatermörder-Hemdkragen und „fleißend Türkisch, kaum armenisch sprechend“ schließe ich auf alleinerziehende Mutter. Gewagt, natürlich. Eine wilde Deutung. Und noch eine: Putzfrau, Gießereiarbeiter, Türsteher-Job – klingt reichlich prekär.

Nach dem Abitur 1996 (mit 20) begann er ein Regiestudium an der MünchenerOtto-Falckenberg-Schule, das er 2000 abschloss.

Während dieser Zeit arbeitete er als Assistent sowohl an den Münchner Kammerspielen als auch am Schauspielhaus Zürich.

Für seine Theaterarbeit wurde Calis mehrfach ausgezeichnet: So wurde er als „Bester Nachwuchs“ für seine Regie von Schillers Die Räuber am Wiener Volkstheater auf der Nestroyverleihung 2006 berücksichtigt und ebenso als Regisseur mit dem Karl-Skraup-Preis ausgezeichnet.

2005 war er 29 und erhielt das Dramatiker-Stipendium des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft.

2006 wurde er mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Seine Produktion „Homestories – Geschichten aus der Heimat“ mit Jugendlichen aus Essen-Katernberg am Schauspiel Essen wurde mit dem „Bundespreis soziale Stadt“ ausgezeichnet.

Sein erstes Theaterstück Urbanstorys (2005) schrieb Calis zusammen mit Jugendlichen aus Hannover. Sein zweites Theaterstück Dogland (2006) erschien bei Fischer, lief 2005 an den Kammerspielen und sollte am Wiener Burgtheater seine internationale Uraufführung erfahren.

Sein drittes Stück Schwarz wurde 2007 in Theater heute besprochen. Einer von uns folgt 2008 an renommierten deutschen Theatern.

2006/2007 arbeitete Calis, der in den Jahren 2000 bis 2002 auch im Bereich Musikvideo und als Schauspieler tätig war, an seinem ersten Kino-Langfilm-Drehbuch Die Augen meiner Mutter (2007), das 2008 unter dem Titel Meine Mutter, mein Bruder und ich! in die Kinos kommt.

2007 schrieb Calis eine Neufassung von Frank WedekindsFrühlings Erwachen, die am Schauspiel Hannover ein großer Erfolg wurde.

Dasselbe Stück inszenierte er 2008 am Grillo-Theater und danach am Düsseldorfer Schauspielhaus; die Düsseldorfer Inszenierung erhielt 2009 den Bensheimer Theaterpreis für die beste Ensemble-Leistung.

Im Jahr 2009 folgte eine unter seiner Regie entstandene Fernsehfassung für den ZDF-Theaterkanal.

Am 6. Mai 2010 war im Deutschen Theater Berlin die Uraufführung seines Stückes Schattenkinder, einer freien Adaption des Romans Die Kindermörderin des Sturm- und Drang-Dichters Heinrich Leopold Wagner.

An 27. Februar 2016 wurde am Schauspiel KölnGlaubenskämpfer. Religionssuche zwischen Kloster, Moschee und Synagoge uraufgeführt, ein Stück über Glaube und Glaubende, über Christen, Muslime und Juden, über Konvertiten, radikale Fanatiker, Dogmatiker und Gelegenheitsbeter.

Der Theatermacher lebt in München. Er spricht fließend Deutsch und Türkisch; Armenisch nach eigenen Angaben nur „ein wenig“.

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Kurz die Selbstdarstellung des Stückes auf der Website zitiert und im Säurebad dekonstruiert (weil sie so dermaßen dazu einläd und ich gerne was kaputt mache):

„Wir leben in aufgeklärten Zeiten.“ — Quatsch

„Immer mehr“ — Phrase, die Dummheit ankündigt. Was danach kommt, ist Quatsch, automatisch. Lineare Projektion, die Realität enthält dynamische Veränderungen, die sich durch Gegenregulation immer wieder einpegeln. Die lineare Projektion dient der Aufreger-Erzeugung (was SPIEGEL-Redakteure und BILD-Zeitung machen).

„meinen wir zu wissen“ — Quatsch. Trivial, wenn es bedeuten soll „Wissen ist vorläufig und immer eine Wahrscheinlichkeitsaussage“. Ansonsten ist meinen, glauben, wissen das Gleiche – belief.

„wie wir uns die Welt und unsere Existenz zu erklären haben.“ — Quatsch. Oder trivial, wenn es sagen mag: „es gibt eine herrschende Meinung, die der Herrschenden“.

„Längst haben wir uns eingerichtet in einer modernen säkularen Gesellschaft“ — WIR = Sekulare, DIE = Glaubende — Quatsch. Siehe oben.

„in der Glaube Privatsache ist und die Frage nach Gott bestenfalls ein intellektuelles Gedankenspiel.“ — gleiche Aussage wiederholt, immer noch Quatsch.

„Gleichzeitig fällt die Welt um uns herum auseinander.“ — Super-Quatsch.

Die Welt fällt nicht auseinander, sondern Konstruktionen der Sekularen funktionieren nicht bzw. werden herausgefordert.

„Werte, auf die wir so stolz waren, greifen nicht mehr“ — Quatsch. Meint er, Religion sei überwundener Aberglaube? Es sei je eine solide Mehrheit gewesen, die die Aufklärung getragen habe? Die Zivilisation(en)? Ich glaube nicht, dass das so war. Nichts genaues weiß man nicht. 

Werte ohne Glauben gibt es nicht, ohne starke und stabile emotionale Besetzung ist ganz genau gar nichts von Wert. Identität ist eine Konstruktion. Im Kapitalismus kaufen wir eine Identität durch symbolische Produkte. Um für irgendwas gehalten zu werden, was wir eigentlich nicht sind. Verkleidung, symbolische Selbst-Ergänzung.

Stolz über Aufklärung? Über Moderne? Über Gesellschaft? Was soll das denn? Stolz sein kann man auf etwas selbst Getanes. Auf Leistung. Auf Erkenntnis.

Ich bin stolz, ein Aufklärer zu sein

Ich bin stolz auf die moderne Gesellschaft

Beide Sätze sind so dermaßen komisch, sie sind also nicht wahr. Und wenn, wo denn? „Was halten Sie von den Westlichen Werten, Herr Ghandi?“. Antwort: „Das wäre eine gute Idee“. Und fertig. „Die Welt als Ware und Dienstleistung“, ein Crossover von Schopenhauer und Marx, das wäre ein Modell. Kapitalismus basiert auf der Ausbeutung von stofflichen Ressourcen und Arbeitskraft.

„während Glaube und Religion mit aller radikalen Wucht zurückgekehrt sind“ — Quatsch. Sie waren NIE weg, weil das gar nicht möglich ist bei EWIGEN Angelegenheiten. Und natürlich sind Glaube und Religion untrennbar.

Der Autor und Regisseur Nuran David Calis hat Glaubende getroffen.
Hey! Eine Aussage. Wer, was. Bravo! Was fehlt? Wie ist Herr Calis positioniert? Also Korrektur.
Der sekulare nicht gottesgläubige (oder doch: der jüdische) Autor und Regisseur Nuran David Calis hat Glaubende getroffen.
So ist es gut.
Christen. Muslime. Juden.

Reihenfolge. Also die Frage: Wieso so geordnet? Zahlenmäßig? Vermutlich.

Wie setzt sich die Landschaft religionsmäßig zusammen? 50% Christen auf dem Papier, 45% Non-Konfessionell, 5% Muslime, 0,00125% Juden. Vermutlich sieht es so aus: 1-10% streng religiös, halbe-halbe Islam und andere (Christen Juden Buddhisten und alles andere) gegen 90-99% non-religiöse Menschen.

Aufklärung, das bedeutet, Dinge klar zu benennen. Was sind denn „Christen“? Was sind „Muslime“? Was sind „Juden“? Und wie viele gibt es? Bekanntermaßen zerfallen Muslime in Sunni und Shia und Christen in katholisch, evangelisch, orthodox. Ich ergänze also:

Historisch ist Köln ähnlich wie der Großteil des Rheinlandes römisch-katholisch geprägt.

2015 waren 35,5 % der Einwohner auf dem Papier römisch-katholisch,
15,5 % evangelisch;
49 % gehörten anderen Konfessionen oder Religionsgemeinschaften an
oder waren konfessionslos.[1]

Es gibt ca 300.000 Immigranten in Köln, davon haben 65.000 einen türkischen Pass. Nochmal so viele andere Kölner werden aus dem islamischen Kulturkreis kommen. Ich schätze den Anteil der Muslime auf ca 10%            — das ist sehr wahrscheinlich zu hoch gegriffen

Meine Zahlen – Mix aus BRD und Köln-Zahlen, also grobe annähernde Schätzung: Katholiken 35%, Evangelisch 15%, Orthodox 1% == 51% „Christen“. 5-10% Muslime. Andere: 1%. Konfessionslos ~48%. 

BRD insgesamt: Ein Land mit religiöser Heterogenität.

Religionszugehörigkeit nach Zensus 2011: gelb: römisch-katholisch, lila: evangelisch, blau: konfessionslos; dunkel: absolute Mehrheit, hell: relative Mehrheit
Protestantischer Norden, katholischer Westen, katholische Enklave, fundamentalistisch-katholischer Freistaat (CSU-Khalifat Bayern). Dunkeldeutschland ist heidnisch wie eh und je, es gibt eine kleine gute evangelische Minderheit, die hat die Demokratie-Bewegung der DDR getragen, ansonsten Nazi-Country. Städte – Stadtluft macht frei – sind nicht religiös dominiert, aber dafür sehr bunt gemischt. Das platte Land, da gibt es Hegemonien.
Soweit der Hintergrund. Nun wissen wir also, mit was und wem mensch sprechen müßte, wenn der Anspruch wäre, abzuklären, was religiös so läuft.
Was hat Nuran David Calis gemacht?
Er hat mit Imamen gesprochen, mit Pfarrern, Rabbinern, einer katholischen Nonne und einem ehemaligen Domprobst.
Auf einmal eine andere Reihenfolge – wieso? Und warum gemischt?
Er hat Hassprediger eingeladen und ist Salafisten begegnet, Konvertiten, radikalen Fanatikern, Dogmatikern und Gelegenheitsbetern.
Sind das nur die Muslime, die hier angesprochen sind?
Erstmal wieder Ordnung schaffen:
Judentum – Rabbiner (mehrere, also 2+) – Summe: 2+
Christentum – Pfarrer (mehrere, also 2+), Nonne, Ex-Domprobst – Summe: 4+
Muslime – Imam (mehrere, also 2+), Hassprediger/Salafist (mehrere, also 2+), Konvertit/radikaler Fanatiker (mehrere, also 2+), Gelegenheitsbeter (mehrere, also 2+) – Summe: 8+ unklar, wie viel Überschneidung, denn Salafist == Hassprediger == radikaler == Fanatiker == Dogmatiker. Könnten auch nur 6+ sein
Einige von ihnen stehen nun gemeinsam mit den Kölner Schauspielern auf der Bühne und kämpfen um nicht weniger als das: Unseren Glauben.
DEN Kölner Schauspielern?
Gibt es davon nur eine Handvoll?
Oder wie ist das zu deuten?
Auf der Bühne wahrnehmbar:
4 Sekulare (beten das Geld an als einzigen zweckrationalen Gott) – 4 Kölner Schauspieler

Religiöse bzw. Glaubende (11)

1 Judentum (praktizierend) – 0 Rabbis, 1 jüdischer Psycho-Therapeut

2 Christentum (praktizierend) – 0 Pfarrer, 0 Ex-Domprobst, 1 Nonne, 1 Schauspieler und Ex-Klosterschüler

5 Islam (praktizierend) – 4 Muslime, 1 Muslima, als Video: DAESH-Propaganda, außerdem Bernhard Falk (Islamist), 1 Ex-Salafist
2 Nazis (glauben an etwas, also Religion, und sind aktiv) – Nazi-Frau Melanie Dittmer und eine andere mir nicht bekannte Nazi-Tussie, jeweils als Video, vom „Krieg“ faselnd … das wird vom Juden klar dekonstruiert; der hat Krieg gesehen als Soldat, mehrmals, und spricht von den Traumatisierungen der israelischen Bevölkerung (alle) und der Palästinenser (alle), und von Auschwitz
1 Antifa (glauben an etwas, also Religion) – 0 Personen; Anwesenheit bzw. Existenz und Bedeutung durch Erwähnung im Beitrag der Nazis.
Kämpfen um unseren Glauben. Um? Oder doch eher: Gegen? Unseren? Kämpfen?
Ich dachte, WIR == Sekulare, also eben kein Gottesglaube. Offenbar ist der Glaube an Vernunft gedacht – wieso wird das nicht so benannt? Es ging lediglich um monotheistische Religionen, Thora, christliche Bibel, Q’ran. Alles typisch Schauspiel, wischiwaschi. Mühsam, es zu sortieren. Aufklärung wäre – Klarheit schaffen. Die Streit-Szenen waren stets wesentlich „Sekulare gegen Islam“ und „Deutsche gegen Nicht-Deutsche“. Das wurde mit übertrieben lauten hektischen Videofetzen am Anfang (Domplatte, Silvesternacht) als Rahmen gesetzt. Arg manipulativ, unschön. Flüchtlinge waren an sich nicht Thema. Jude und Christen hielten sich generell sehr bewußt aus Streit raus, denn ihnen war klar und das haben sie auch gesagt: Nur ein Gott, und es ist überall der Gleiche. Was auch die modernen Muslims mit getragen haben. Dass sie trotzdem angegriffen werden, das ist natürlich der normale deutsche Rassismus.
Das waren die Fronten: 5 sekuläre uncoole ahnungslose rassistische Deutsche (3 Schauspieler*innen, 2 Nazi-Frauen) vs. 11 religiöse Nicht-Deutsche (5 coole moderne Muslims, 2 uncoole anti-moderne Muslims, 1 cooler Jude, 1 cooler Ex-Klosterschüler und Schauspieler, 1 coole Nonne, plus 1 mutiger deutscher Ex-Salafist).
Kräfteverhältnisse auf der Bühne:
8:1 West-Ost
1: 2 – auf einen Kufar kommen 2 Gläubige 😉
und da ist offensichtlich, WIR sekularen, auch das ist Quatsch. Aber es war wohl die Zielgruppe, das, was als Kölner Publikum erwartet wird, die Leute die angesprochen sind. Die Schauspieler sahen sich wohl als mutige stellvertretende Annäherer, darin liegt ja durchaus Aufklärungsbemühung.
Etwa 350 Leute gehen da in den Theater-Raum, es waren eher so 120 da. Nehmen wir also diese Zahlen: 125:11 == 11:1. Das wären die Kräfteverhältnisse für Mittel/Oberklasse („Deutsch“) vs. Unterklasse („Undeutsch“) im Theater. Draußen ist es anders: Mittel- und Oberschicht 20%, Unterschicht 80%. 1:4.
Religion, das ist Kraft für Unterdrückte. Die Reichen glauben an das Geld, und sind daher amoralische Nihilisten. „Sekular“ ist bloß ein Euphemismus. Natürlich sind sie Kufar, Ungläubige, was sonst. Im Osten sind die Heiden: Sachsen immer heidnisch geblieben, trotz Zerstörung der Irmingsul.

Die Deutschen, ein Volk von Barbaren, von alters her. Sagt Hölderlin. Genauer:Barbaren von alters her, durch Fleiß und Wissenschaft und selbst durch Religion barbarischer geworden, tiefunfähig jedes göttlichen Gefühls, verdorben bis ins Mark zum Glück der heiligen Grazien, in jedem Grad der Übertreibung und der Ärmlichkeit beleidigend für jede gutgeartete Seele, dumpf und harmonielos, wie die Scherben eines weggeworfenen Gefäßes – das, mein Bellarmin! waren meine Tröster.

Es ist ein hartes Wort und dennoch sag ichs, weil es Wahrheit ist: ich kann kein Volk mir denken, das zerrißner wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Priester, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, Jungen und gesetzte Leute, aber keine Menschen – ist das nicht, wie ein Schlachtfeld, wo Hände und Arme und alle Glieder zerstückelt untereinander liegen, indessen das vergoßne Lebensblut im Sande zerrinnt?

 

 
Das Stück hatte was, weil *echte authentische Menschen* über Glauben und Erfahrungen gesprochen haben, nicht (nur) „Schauspieler*innen“ – die mich eher nerven, wenn was erkennbar unecht ist, wirkt es oft auf mich eher ätzend; das war dort kaum so, nur die Bio-Deutschen waren teilweise echt schlecht. 2 von 4.
Der Beitrag von einem (agnostischen) Schauspieler namens Mohammad über Rassismen und die Fiesheit, wenn niemand – nicht mal man selbst – was dagegen sagt, dass mensch vom Chef dauernd als „Achmed“ betitelt wird … inhaltlich sehr gut, entlarvend, rief daher bei den durchweg rassistischen Spießern auch sehr starke Abwehr hervor, also: Hat gesessen!
 

Toll: Dominik Schmitz (Ex- und jetzt Anti-Salafist, erfolgreicher Aussteiger und daher nun Adressat von Morddrohungen durch Leute um Sven Lau, Pierre Vogel, Bernhard Falk) war Teil der Veranstaltung. Erzählte seine Story – arme Sau, Leben versaut, unten und draußen, dann die Rattenfänger, die dir Familie anbieten, und natürlich Ernüchterung, dann kommt man nicht mehr raus, und wenn doch, Ärger mit den „Brüdern“, die dich „ficken“ und deinen Hals durchschneiden wollen.

Kenne diese Leute ja durch ihre Internet-Präsenz.

Lau, Vogel, die waren ja mal da anläßlich der „Pro Köln“ – Provokationen, wo die Mohammad-Karikaturen aus Dänemark *vielleicht* gezeigt werden würden, auch eine Art, sich mit 5 Leuten eine riesengroße Medienpräsenz zu sichern, da hatte dieser Herr

Markus Kurt Beisicht, Rechtsextremist, „Pro Köln“
mal Spaß – in Köln, da war ich auf der („deutschen“ linken) Gegendemo, und habe diese Salafisten-Jungs in Aktion erlebt (sehr krass).
Bernhard Falk (auch Bernhard Uzun oder Muntasir bi-llah; * 1967) ist ein deutscher Islamist und ehemaliger linksextremistischer Terrorist.

Falk, ein extremer Hardliner — war früher Anti-Imp, und auch da schon faschistisch. Jetzt ist er Islamist. Und findet die Aktion gegen Charlie Hebbdo … nur natürlich. War schließlich Gotteslästerung.

Den Falk kenne ich aus „altlinken“ Zusammenhängen. Nicht persönlich, wohl gemerkt. Braucht der Verfassungsschutz nicht gleich geil auf mich zu sein, denn ich halte Abstand zu Faschisten und Terroristen, aus vielen Gründen, vor allem aber, weil ich sie für grundlegend menschenverachtend halte. Und wozu Politik, wenn nicht FÜR die Menschheit?

Als ich jung und radikal war, waren die Anti-Imps schon aus der linken Szene praktisch raus, nur noch als Muppet-Opas und Omas auf dem Sofa am Motzen, und natürlich die Demos für „die“ Gefangenen haben sie gemacht, da sind wir brav mit, aus Traditionsbewußtsein, aber sie waren wenig hilfreich für uns, weil sie die Autonomen immer Scheiße fanden, völlig im Gegensatz zur hochverehrten raf — lustig an sich, denn Baader war ja auch so ein Action-Freak ohne Plan, wenig Unterschied zu Bommi Baumann (2. Juni)  😉

Und wir jungen Hausbesetzer-Punk-Hippies waren wiederum den Alt-Autonomen viel zu naiv und planlos – auch das lustig, weil: Wir haben ein Haus klar gemacht, ruckzuck, während die schon lange nur noch über alte Zeiten und „damals an der Startbahn“ faselten 😉

Anti-Imperialismus – für die Ahnungslosen – ist die Idee, dass alles Übel durch den Imperialismus kommt, der von USA, Israel, dem Westen/Norden kommt, und dass daher der Kampf im Herzen der Bestie, den Metropolen, zu führen sei. Und zwar bewaffnet. 
 

Die raf hat das dann probiert. Antisemitismus ist in nicht unerheblichem Maße drin in dieser Ideologie, was unappetitlich und für Antifaschisten auch grundlegend disqualifizierend ist, aber von der „die Juden sind schuld“-Position daher der Schritt in den militanten Islamismus folgerichtig. Haben etliche so gemacht.

Ich habe 1991 gesagt, wenn es je eine Revolution gibt, kommt sie aus dem arabischen Raum. Haben alle geguckt wie Auto. Aber Recht behalten, wie oft. Soziale Revolution, da brauchst du viele unzufriedene bitterarme Menschen, die Gewalt anwenden wollen und einen Kult haben, der das erlaubt bzw. Absolution dafür bietet (besser: Belohnungen, die ziehen, also viel guter Sex).

Bin halt klar positioniert als Pazifistin und gegen bloody revolution, daher das ablehnend.

Und die Geschichte gab mir recht – das sind lediglich mörderische Bestien und dahinter genau die gleiche Scheiße, die sie angeblich bekämpfen – Rattenfänger, allesamt. Und heute wissen wir ja auch, hinter allem steckt immer der tiefe Staat, der Verfassungsschutz ist eher Zuschauer dabei, es sind die verdeckten Nato-Truppen, Gladio etc. Also: Die Amis.

Aber zurück zum Stück „Gotteskämpfer“.

 

Ein Ex-Salafist, eine Benediktinerin aus Köln (christlich mit viel Freiheit und Lebenslust, weil aus Italien), ein jüdischer Psychotherapeut, einige Muslime und Muslima, agnostische und sekulare Menschen.

Interessante Einstiegspunkte in die Sinn-Suche (die immer eine Sinnstiftung ist, finden tut mensch nix, nur eine Leiter oder einen Turm bauen oder ein Loch graben, oder halt den GOTT IN ALLEM entdecken, wofür logischerweise jeder Einstieg gut und richtig ist).

Kopftuchfrau, wie passiert sowas, und was sagt die Mutter selbst heute dazu, wie sie das gemacht haben. Referiere ich hier nicht; nur das: Heute würde sie es anders machen. Weil: War behindernd für die Tochter, insbesondere der Bildungs- und Ausbildungsverzicht. Aber das Christentum hat den „natürlichen Schwachsinn des Weibes“ so lange gepredigt, bis ihnen die Macht entzogen wurde mit Gewalt, also keine Überlegenheit. Sondern: Alle ziemlich scheiße und Verbrecher, die organisierte Religion in Kooperation mit Staat immer fies und mörderisch, jede.

Aber halt auch Wissen, Kultur, Techniken, Regeln – sinnvolle Dinge. Der Teil stets wertvoll.

Ausbildung, Beitritt, wie? Christen: 2 Jahre Vorbereitung, danach lebenslanges Lernen. Juden: 3 Jahre Vorbereitung, danach Prüfung. Islam: Einen Satz – Gott ist Allah, und Mohammad ist sein Prophet – drei Mal mit hinreichender Überzeugung sagen. Den Rest erledigst du durch Befolgung der 5 Säulen und die Teilnahme an der UMMA.

  1. öffentliches Glaubensbekenntnis
  2. tägliches Gebet
  3. soziale Spende
  4. Fasten während des heiligen Monats Ramadan
  5. Hadsh – Wallfahrt nach Mekka, für Männer ein mal im Leben verbindlichEindrücklich die Geschichte des Therapeuten. Armeedienst צְבָא הַהֲגָנָה לְיִשְׂרָאֵל (jede*r, Frauen 21 Monate & Männer drei Jahre aktiv und bis 55 immer Reserve), Verweigerung des Dienstes wegen GAZA, Vision von einem Wald bringt in zwei Jahre später an diesen Wald, und er sieht die Gaskammer-Fundamente, wo die Großeltern ermordet wurden. Auch das ist Religion: Der Geist Gottes – ruach elohim – überOświęcim

Sehr interessant war es, viel gelernt, und fast dran am Wesentlichen.

Religion immer unendlich tief, in jeder Religion gibt es die radikale mystische Minderheit, die an die Wurzeln geht, und immer finden sie die gleichen Dinge, weil es eben so IST WIE ES IST.

Ich ergänze mal kurz. Was nun kommt, ist von mir. Im Namen der EINEN.
Die ALTEN RELIGIONEN sind immer Pro-Sex, weil das das Wichtigste überhaupt ist. Kein Sex, keine Kinder, kein Überleben. Und Pro-Rausch, weil ohne Extase keine Erkenntnis.
Monotheismen sind Frauen-Kontrolle bzw. Sex-Kontrolle und „Drogen“-Kontrolle. Die Anti-Liga. Unterwerfung, dienen. Zeichen der Unterwerfung sind natürlich Einschnitte und Verbote, freiwillige Fesseln der Bestie Mensch. Zivilisation statt wilder Menschen.

Religion setzt im Islam an, wenn Unschuld (Kindheit) rum ist und Sex beginnt. Da kommt Kopftuch, weil Haare der Frau == Sex. Juden, da geht es um Beschneidung und Penisse, ein intimes Zeichen. Christentum, natürlich auch Gott == Phallus, daher Frau halt Teufelszeug von Anfang an, die erste Frau – Lilith – will sich natürlich nicht unterordnen, worauf Adam sie weg schickt und eine neue bestellt. Die kriegt er – Eva – und durch sie dann zur „Erkenntnis“, Erkennen meint Ficken im AT. Schlange ist natürlich Kundalini, Apfel ist sowieso gesund und war natürlich, da der ursprüngliche Garden Eden in Mesopotamia liegt in der Nähe von UR, ein Granatapfel, dann natürlich: Vertreibung aus dem Paradies; dort kommen die Kinder her, und als Kind (oder als Seele) kannst du da auch wieder hin. Sonst freilich nicht, und Reiche sowieso keine Chance, da wartet die HÖLLE. Minimum Fegefeuer, aber eher ewige Qualen.

Der Teil, dass diese Monotheismen mit Gewalt das Matriarchat der letzen 4000 Jahre ausgerottet haben, dass praktisch keine das mochte, was diese kranken Spinner so raus gehauen haben, dass sie alle ermordet haben, die dagegen waren und sich friedlicher oder schlechter bewaffnet zeigten; das wir seit 2000 Jahren leiden deswegen — kein Wort dazu im Stück, schade.

Völlige Leerstelle bei den ursprünglichen Religionen, völlig Falsches (aber nur ein Satz, nebenbei) über den Buddhismus – egal. Neu-Heidentum (was schwer im kommen ist) und viele andere Konstruktionen, die unterschiedliche Simulationen von Gott enthalten, waren nicht im Blick. Kann ja auch nicht alles abgehandelt werden, und dem Autor des Stückes ging es ja um Dialog-Ansätze und die hier ansässigen Institutionen.

Publikum bestand aus bürgerlichen (Pseudo-)Bildungs-Bonzen, man hatte Geld und Stil und Habitus und war dort angenehm unter sich – bis auf meine Erhabene Person, ich stach als Vertreterin der satanistischen Erkenntnis und Sonnenstich-Milizionär ziemlich raus, Anzug und Hut bzw. Grüne Haare, lustig das sowas simples heute noch (oder wieder?) provoziert – waren lediglich noch eine angehende Theater-Gruppe von Prekären dort … die habe ich natürlich alle kennen gelernt, später. Bin nämlich nach dem Stück nach Besichtigung des Publikums (für mich hört das Leben nie auf, ein Schauspiel zu sein) mit einer bis dahin mir unbekannten Gruppe noch in die Keupstraße mit gezogen & mäßig lecker gegessen. Interessante Gespräche gehabt, tat gut.

Prima Leute, unter anderem eine sehr liebe Frau aus der Ukraine, die ein Herz in der Größe eines Elefanten hatte – und mich sehr verliebt lange angeschaut hatte beim Rauchen vor der Tür, da konnte ich ja nur auf freundlich schalten, obwohl ich noch die Gelegenheit wahrgenommen habe, einen bildungsbürgerlichen Deppen verbal einen Kopf kürzer zu machen dafür, dass er zwar kein Latein kann, aber dafür auch ohne eigene Recherche und Bemühung bereits weiß, was bedeutet Religion, was ist Gott und was nicht. Sowas tut meinem Mind weh in praktisch allen parallelen Dimensionen.  Bedeutung wissen, Wort nicht kennen? Logic Fail.

religio, die Rückbindung, nämlich: Des Menschen an das Leben und die Gemeinschaft, also eine essentielle Funktion.

Stellte sich raus, der Ahnungslose ist natürlich ein Theater-Author (LOL!).

Die Ukrainerin aus Sophia und ich, wir waren einig über die Liebe als Basis von allem – was sich theoretisch auch mit Thora und Bibel, nicht aber dem Islam(!) deckt. In der Praxis geht es um Geld und Macht und Weiber, und wer die kontrolliert.

Faktisch sind Monotheismen programmatisch um BDSM und das Thema UNTERWERFUNG (auf allen Ebenen, Sinnstiftung immer totalitär!) angesiedelt, sie sind die Matrix, die Unterdrückung rechtfertigt, und alles andere kann mensch dort finden, aber auch oft ist es eben eher außerhalb, denn GOTT ist skeptisch gegenüber Häusern … Jesus hat es klar gemacht, es geht darum, raus zu gehen zu den Armen und Bedürftigen. Dort findest du, was wirklich zählt.

Wer hier keine irre Schwuchtel sieht … immer richtig, ist ja ein „Mann“ und offenbar einer, der die Liebe mit einer großen Geste (so groß ist meiner!) auszudrücken bereit ist. Die drei goldenen Klos, das IST Stil. wurde aber leider nicht verstanden. Wieso braucht der drei Klos? Nun, wenn alle auf einmal müssen, ist das praktisch, und zwei Chorknaben sind ja wohl das Minimum.
 
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Kurt Cobain

Interview mit Kurt Cobain. Wie es ist, wenn dich Leute auf einmal 1000 Sachen fragen. Wenn sie denken, da muss doch mehr sein (und nichts verstehen, aber endlos gierig sind).

Gut zu spüren, wie angestrengt der sensible Mensch das findet. Für viele war er Jesus, oder was in der Art. Mich hat Nirvana sehr beeindruckt. Allein der Name. Nirvana, der Zustand, wenn die Täuschungen abgefallen und gestorben sind, wenn das Bewußtsein rein und klar und „unbewegt bewegend“ ist. Toll. Und diese Art, Sachen einfach raus zu hauen, richtig hingerotzt, und genau deswegen dermaßen viel besser, als was die Zeitgenossen so produziert haben. Und ich war *sehr* erleichtert, als die Deppen aufgehört haben, Nirvana toll zu finden (so einen Schatz zu teilen mit Leuten, die es nicht wert sind, ist unangenehm). Als Kurt dann tot war, habe ich bloß gedacht „mußte ja so kommen“. Ich glaube nicht an Zeit, aber klar ist: Wenn es Zeit ist zu gehen (innerhalb dieser Welt kommt ja für alle irgendwann der Tag X, wo es darum geht, einen guten Tod zu sterben) dann bleibt nichts, als das zu akzeptieren. Sich dagegen wehren macht es ätzend, sich dem hin geben macht es schön – so einfach ist das.

Heftig leben, jung sterben. So hatte ich mir das früher vorgestellt. Je älter ich werde, umso mehr spüre ich, wie sich mein Leben selbst überholt hat, und dass ich zunehmend weniger sagen könnte, wofür ich das alles überhaupt mache.

Ist aber auch egal, ich vertraue darauf, dass ich weiß, wann was wie zu tun sein wird. Und tiefer als in die Hände Gottes kann ein mensch nicht fallen. Hab es ausprobiert, und ja: Stimmt. Am Grunde des Abgrunds, tief im Inneren der Erde, im Dunklen und Verborgenen – dort findest du exakt das, was du suchst, und zwar *mit Sicherheit*. Und: Niemand findet oder holt diesen Stein für dich, das ist deine eigene Arbeit.

Kann auch sein, der Stein ist groß und schwer und schlecht zu transportieren, und macht sich gerne selbstständig. Arbeit ist nicht immer lustig, und das Scheitern gehört absolut dazu. Die meisten Menschen scheitern schon daran, sich etwas Eigenes für ihr Leben überhaupt vor zu nehmen, statt plump zu tun, was irgendwie alle tun.

 

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Das Schöne daran ist …

Weil ich seit 30 Jahren dran bin, das zu machen, was ich mache, besteht an Material kein Mangel. Schätze, ich könnte mehre Jahre lang ununterbrochen Zeugs posten, ohne mich zu wiederholen.

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i2p

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It’s easier to remember as:

9 KILO ECHO whiskey 9 6 delta 8 foxtrot 4 8 9 9 uniform 6 romeo ROMEO 7 6 romeo papa ECHO SIERRA alpha 4 9 6 3 3 7 6 4 VICTOR zulu papa 6 ECHO whiskey 3 8 6 2 delta 5 8 5 CHARLIE JULIET 4 9 9 zulu juliet ALPHA 2 ALPHA 4 victor WHISKEY 8 9 6 5 KILO 4 SIERRA 6 6 5 mike 6 2 FOXTROT 5 YANKEE NOVEMBER 3 3 5 5 zulu 6 mike 6 UNIFORM 9 zulu 4 6 4 6 2 romeo 4 papa 3 6 SIERRA victor zulu

meeting awesome people.

 

 

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