Zeit für eine Veränderung

Der Riss geht durch uns mitten durch – wir sind als Rädchen im System natürlich an der Zerstörung von Lebendigem durch die planetare Abbaumaschine beteiligt. Und die Ökonomie zwingt uns, so wird gesagt. Weil ich am Stadtleben gerade keine Freude mehr habe – sieben Jahre sind genug – gehe ich aufs Land, auf einen Bauernhof.

Zeit meines Lebens habe ich mich mit dem System angelegt und wollte irgendwie was besser machen, bin gegen Wände gelaufen und habe viel Ärger gehabt. Nun, wo die Arbeit als Therapeut weg ist, und weil ich meinen Sohn sowieso selten sehe, gibt es keinen Grund mehr, sich den Dreck und den Lärm und die vielen elenden Leute zu geben.

Ich will mal was anderes schaffen, mehr Aussteigerhippiepunklandkommune oder so. Wobei mir diese beschissenen Pseudo-Weltverbesserer mit ihrem Gelaber auch auf den Sack gehen. Keine Ahnung. Vernünftig, gesund und bescheiden leben, sich die Zeit mit Arbeiten gestalten, die tatsächlich ein Gefühl von Erfüllung geben, mit diesen Themen will ich mehr zu tun haben.

Habe mir lange genug diese winzige vollgestopfte Bude in einem Beton-Meer gegeben, wo du rundherum gar nichts darfst und nirgends wirklich mitmachen kannst. Mal wo sein, wo ich wirklich was machen kann … und der Rest der Welt, das werde ich eine Weile komplett ignorieren, was nicht heißt, dass es mir egal geworden wäre.

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