Reparatur der Welt (ein Weg durch das Leben)

Welches wofür dem Leben Sinn geben kann, welchen Weg ich gehen werde – ich habe gesucht und gefunden; für mich ist das Konzept der Weltreparatur – tikun olam, hebräisch תיקון עולם – wesentlich.

Denn offenkundig ist die Welt nicht fertig und gut, sondern bedarf der Heilung und der Verbesserung.

Als Antwort auf die Frage nach dem wie fand ich im Studium meine Vermutung bestätigt durch das Prinzip der stetigen Verbesserung, Kaizen – japanisch 改善 – immer sind kleine Fortschritte möglich und wesentlich.

Kern aller Arbeit ist die am Selbst, und zugleich an der Welt.

Also das Prinzip, was aller Mystik zugrunde liegt und im Westen als Alchemie bekannt ist. Philosophisch natürlich der Daoismus, chinesisch 道家.

Die Elaboration aller Erkenntnisse über Wege und Verbindungen, genannt der Baum des Lebens – hebräisch עץ החיים, ist aus meiner Sicht die exakteste Formulierung der gesamten Schöpfung.

In der klassischen Version ist der Lebensbaum für diejenigen, die des Hebräischen nicht mächtig sind, wenig nutzbar. Daher ist diese Sprache Voraussetzung.

Allerdings haben sich gute Leute – namentlich A. Crowley und F.I. Regardie – bereits gekümmert. Hier ist natürlich die Arbeit des Golden Dawn lobend zu erwähnen.

So sieht der Lebensbaum in einer um die Symbole der Astrologie und Zuordnungen angereicherten Form aus.

Zuordnungen nach Thelema sind leicht anders, wobei der Unterschied wesentlich ist (siehe Book of Law und Arbeiten von AC zum Tarot).

Aus diesen Traditionen ergibt sich alles übrige.

Die Grundlagen und Arbeitsweisen lassen sich anhand vieler Zugänge studieren.

Alle Wege führen letztlich an die gleiche Quelle, ganz unausweichlich – weil es eben nur eine gibt.

 

 

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Familie Wild – astrologisch betrachtet – Teil 1: Mutter

In die Stunde schauen, anhand des Zeitpunktes der Inkarnation die Aspekte der Wesen beschreiben.

Hier ein Overlay meiner Familie.

War mal sehr bewandert darin, ist allerdings 25 Jahre her, daher nur schwammig meine Erinnerungen an diese Kunst.

Wenn zu viel auf einmal zu sehen ist, ist nichts mehr verständlich.

Also einfacher. Meine Mutter und ich.

Wir sind immer im Kampf gewesen, recht unfair, weil: Ich klein, sie groß. Wo ich Sonne, Merkur und Venus habe – im Steinbock – steht ihr Mars. Was mich ausmacht, das bekämpft sie.

Wo ich Mars habe, ist ihre Venus, und ihre Sonne recht nahe. Ich kämpfe um ihre Liebe, die kriege ich aber nicht, bzw. ich werde unterdrückt.

Wann immer ich Karten lege, ist zuverlässig eine dabei. Diese hier:

Mond, beide im Wassermann. Unsere Gefühlswelt ist jeweils offen und spekulativ, wir können vieles anschauen in uns drin, emotional, und damit wissenschaftlich umgehen – es erforschen.

Wie sie sich mitteilt: Immer Double-Bind, Merkur im Zwilling. Ganz nah an meinem Gefühl (Mond), geht mir sehr nahe. Noch nie habe ich eine emotionale Botschaft von ihr bekommen, die klar und eindeutig war. Stets ist auch das Gegenteil mit drin.

Ganz besonders bemerkbar ist das, wenn sie mich lobt (und damit zugleich heftig kritisiert, unterschwellig). Immer ist die Botschaft die: Was du tust, ist nicht befriedigend für mich – es macht mich traurig und unzufrieden. Egal was – es wird geseufzt darüber und gejammert, und befürchtet und geklagt.

Für gewöhnlich so, dass sie beispielsweise über eine Spitzenleistung in der Schule sagt: Ganz gut. In einem Ton, der mir emotional mitteilt: Auch das reicht bei Weitem nicht aus. Mehr Punkte holen geht nicht, aber sie ist traurig. Offenbar bin ich einfach immer schlecht – ich kann sie nicht glücklich machen. Scheiß-Kind. Das war meine Zeit als kleiner Mensch.

Entsprechend oft habe ich mich mit der Vergeblichkeit auseinander gesetzt – einem Geisteszustand, den ich kenne wie keinen anderen sonst.

Dadurch weiß ich auch: Ich bin unzerstörbar. Alles, was kaputt gehen könnte, war auch schon kaputt. Und ich bin immer noch da, und immer noch am Kämpfen, und immer wieder repariere ich mich.

 

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