Schreiben, Aufräumen, Sinn, Veränderung

Ich merke, wie ich wieder Lust habe, mit Texten und Bildern am Computer zu arbeiten. Entlang der Linien, die ich bisher entwickelt habe. Kurze Texte, eher Fragmente aus meinem Denken. Beobachtungen und bisherige Versuche. Frage natürlich – wozu?

Der Sinnmacherei habe ich mich bislang verweigert. Eher ist es so, dass ich gerne einige Verbindungslinien skizzieren möchte, vielleicht nur für mich. Möglich aber auch, dass es die fehlenden Puzzle-Stücke sind, die auch anderen Leuten gerade nicht präsent sind. Nützlichkeit niemals ganz auszuschließen.

Kürzlich hatte ich ein Buch über Neuropsychologie seit ewiger Zeit mal wieder zur Hand und drin gelesen. Sehr spannend. Daran orientiert erklärt sich mein Verhalten komplett aus der Funktionswiese des Gehirns, so wie es sich entwickelt hat. Lernen baut Hirnareale aus – die, um sich selbst zu erhalten, aktiv bleiben. Deswegen mache ich viele Dinge, die ich mal gelernt habe, weiter. Auch nicht so wichtig, vielleicht.

Bedeutsam aber, ungewöhnliche Lebensumstände schaffen ungewöhnliche Gewohnheiten. Man gewöhnt sich an alles, und Veränderungen lösen dann Ängste und Zweifel und Vermeidungsverhalten aus. So geht mir das gerade. Ich habe die Chance, etwas an meinem Messie-Chaos zu ändern, Ordnung zu schaffen. Allerdings würden dabei viele Dinge weg kommen, und ich brauche zwar keines dieser Bücher, aber nehme ich auch nur eines in die Hand, fatal – schon interessiert es mich wieder. Nicht alle Bücher, aber tendenziell bin ich in der Lage, für praktisch jedes überflüssige Ding einen guten Grund zu finden, wieso ich es nicht entsorgt habe. Jedenfalls gefühlt ist das so. Natürlich bullshit, aber Leiden entsteht durch Anhaftung, da ist was dran.

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