Mossul, Bagdad, Damaskus, Jerusalem

In der Zeit von Saladin (1169 Eroberung von Ägypten, dann 1174 Damaskus, 1176 Aleppo und 1183 Mosul) fetzte sich dieser als Sultan mit den Zangiden (Nur al-Din, sein früherer Mentor, wurde von seinem Ableben daran gehindert, gegen Saladin in den Krieg zu ziehen, aber seine Kollegen rund um Mossul waren ab da strikt gegen Saladin) und den Abbasiden (Baghdad) sowie einer „imperialistischen“ (eh, so hätte das früher keine genannt, weil ja alle diese Herrscher nur kriegerische Raffzähne waren, die na klar dem Nachbarn den Schädel einschlagen und dann das Land regieren wollen) Staatsneugründung im ‚heiligen Land‘, dem Kreuzfahrer-Königreich Jerusalem. Mit Ruchlosigkeit nutzte Saladin den Jihad als Mittel, seine Macht zu festigen und die Muslime (die untereinander in verfeindete Fraktionen sowie Stämme und Regionen gespalten waren) zu vereinen. Pan-Arabische Ideen von Assad und Groß-Kurdische oder Groß-Türkische oder Groß-Israelische oder Groß-Palästinensische Ideen – das Power Play um die Levante ist so alt wie die Menschheit, vermutlich. Jedenfalls ist es schon lange im Gange und eine ziemlich ekelige Geschichte. Womit ich meine, es ist scheußlich, wenn ständig bewaffnete Männer-Horden im Namen von ihrem Gott brandschatzend durch die Gegend ziehen, alles niedermetzeln, vergewaltigen, stehlen, morden, anzünden, zerstören. Die Geschichte ist ausgesprochen blutig und widerwärtig. Einen besseren Beweis dafür, dass es keinen Gott nicht gibt und vor allem auch nicht geben sollte, kann sich Mensch andererseits kaum wünschen, weil: Wer immer solche Dinge in Bewegung setzt und gut heißt, gehört dringend in Haft genommen. Gotteskrieg (oder sonstwelchen Krieg) soll auch niemand predigen, egal welche Religion jemand deklariert. Wer das verneint, wird mir hoffentlich wenigstens zustimmen, das Krieg nicht unbedingt mit Ideen von Menschenrechten harmoniert und es daher wünschenswert wäre, möglichst wenige Kriege zu haben, eben weil da Menschen furchtbar zu leiden haben – übrigens schon immer im Wesentlichen die unbewaffnete und ungeschützte Zivilbevölkerung, die direkt Opfer wird oder indirekt für die Kosten aufkommt.

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