When the Pole Dancer is possessed

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Ein herrliches Spaß-Video. meme quality. Stelle fest, es gibt da noch einiges mehr an irren Tänzen. Unterhaltsam. Mazhavil Manorama – Ugram Ujjalam- Horror Dance, Yogeswary. Oder The Coolest ZOMBIE DANCE in KINOLAS, BOHOL. Oder diese Frauen, wo ich denke, na klar, auf meinem nächsten Geburtstag wär das doch was 😉 und Zombie-Bollywood. Was es alles gibt.

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Bob Dylan dissen kann wirklich jeder

Bloß, wer mir sagt „kann nicht singen und Mundharmonika spielen“, den frag ich gleich: Und du?

Texten kann er jedenfalls (auch wenn viele seine Texte anscheinend nicht kennen*) und hat was zu sagen. Ein Beispiel – The Death of Emmett Till, wo es um den Lynchmord an einem 14-jährigen Jungen und den folgenden Freispruch vor Gericht geht.

Emmett Till
Emmett Till, 1954

Das Lied ist gleichzeitig voll retro, uralt – und zugleich so Anti-Pegida und aktuell, wie es eben geht, insbesondere sehr deutlich machend, wie sehr die stets mörderischen weißen(!) Rassisten alles an Menschlichkeit mit in den Dreck ziehen mit ihren Aktionen und der Billigung der schweigenden Arschlöcher.

Wer meint, weißer gewalttätiger Mob sei was Neues – nein, das hat in USA und hier Tradition. Dort als Lynchmob und KKK, hier als Pogrom wie Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, als NSU-Rechtsterror, dazu tausende Anschläge auf Würde, Leben und Gesundheit von Flüchtlingen. Es ist an sich ziemlich das Gleiche: Terror der Unmenschen gegen die ‚Untermenschen‘. Hier sind (teilweise ziemlich unangenehme) Bilder vom Toten Emmett und der Beerdigung. Seine Mutter bestand auf einer Bestattung im offenen Sarg, damit alle sehen, wie das aussieht, wenn rassistische Schweine einen 14-jährigen zu Klump schlagen. Was folgte, hat die USA verändert, jedenfalls ein Stück weit: „It was out of this festering discontent and an awareness of earlier isolated protests that the sit-ins of the 1960s were born.“

Kein Vergeben, kein Vergessen. Kein Fußbreit den Faschisten.

Und ja, ein Mensch, der Rassismus gegen ‚Nicht-Wie-Ich-Menschen‘ mörderisch auslebt, ist genau das – ein Faschist, ein Nazi. Komm mir nicht mit dem Blödsinn von ‚ist gar nicht so‘. Es geht um hate crimes und um eine bestimmte Ideologie, die diese rechtfertigt. Während ein Mensch, der Anti-Rassismus mit Gewalt verbindet, ein Anti-Faschist ist.

Hält das wer für gleich? Ich nicht. Als Nazi wirst du nicht geboren, das ist eine Entscheidung für eine Ideologie – und zwar eine verbrecherische Ideologie. Ich befürworte klar Gewalt gegen Nazis. So, wie das Grundgesetz es vorsieht. Idealerweise bürgerliche Staatsgewalt, denn an sich sind Nazis hierzulande verboten und sollen sich nicht organisieren dürfen, weil sie für ihre Mitmenschen und die Demokratie gefährlich sind.

Wie der NSU zeigt, macht der real existierende Rechtsstaat aber lieber mit, finanziert und hilft dem Rechts-Terror, verdeckt und vertuscht. Wenn dann aber die Antifa irgendwo auftaucht, kriegen sie von der Polizei Prügel. Das ist Deutschland. Aber das ist auch anderswo so, zum Beispiel in der Türkei, wo die faschistische MHP und die Grauen Wölfe ein Teil des Apparats von Polizei, Geheimdienst und Militär sind, der gegen Linke, Kurden, Demokraten, Schwule, Frauenbewegung etc. eingesetzt wird.

Wo bringe ich nun die Fußnote unter, das, was dem * folgt? Also: Bob Dylan hat seine Texte von 1962 bis 2001 als Buch herausgebracht, erhältlich für stolze 86,13€ bei Amazon. Und er hat eine umfangreiche Merchandise-Seite. Wer es nicht so teuer mag, kann hier gucken.

Noch ein wenig Dylan. Bekanntermaßen hat Bob ~40 Studio-Alben und 11 Live-Alben aufgenommen. Nicht alles toll, und manches gefällt nur manchen. Es gibt Hardcore-Dylan-Fans, die jede Äußerung des Meisters enthusiastisch aufnehmen – und alle ~4000 Konzerte wurden von Fans (illegal) mitgeschnitten. Davon wurden dann wieder 11 ‚offizielle‘ Bootleg-Volumes hergestellt.

Mein Lieblingslied von Dylan? Schwierig zu sagen. Vermutlich ist es Subterranean Homesick Blues. Einfach weil es so schön direkt und dreckig ist. Hier ein paar Infos dazu von Wikipedia.

Und Masters of War sollte mensch unbedingt mal gehört haben.

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Ein Feuer brennt …

1000 Meilen weg/zeigt mir den Weg/zum Ziel. Das ist natürlich ein Textfragment aus einer Metal-Ballade von Manowar: Herz aus Stahl. Ich liebe Feuer, auch wenn angesichts des Qualms die Lunge nicht erfreut ist. Noch schnell ein anderes, ganz großartiges Lied, wo Feuer eine Rolle spielen – als ‚Signalfeuer‘ für die Flotten von Mutanten (Shaban und Käptn Peng).

Womit alles gesagt wäre. Feuertonne, das ist real life social hangout. So geht Revolution.

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Black Metal aus Irak, Libanon, Saudi-Arabien, Bahrain

Angriff auf den Monotheismus ist eine Konstante im Black Metal: Gott gibt es nicht, und die Gott-Propaganda macht Menschen zu Sklaven. Das Christentum ist zur Zeit weniger brutal unterwegs als in seinen Hoch-Zeiten, dagegen Islam mit terroristischen „Gottesstaaten“ und Terror-Milizen gerade extrem pestig. Also die Frage, wie sieht es aus mit Black Metal aus diesen Ländern.

Hier ein Artikel dazu sowie mehrere Bands – Seeds of Iblis (Irak), Janaza (Irak), Ayat (Libanon), Al Namrood (Saudi-Arabien), Tadnees (Saudi-Arabien), Narjahanam (Bahrain).

Auch sonst sind Leute aus ‚islamischen‘ Ländern durchaus in der Lage, anständige Musik zu machen: Trash Metal wie Acrassicauda (Irak) und Death Metal wie Scarab (Ägypten) und Maat (ebenfalls Ägypten) stellen das unter Beweis. Weitere Bands: Arsames (Iran), Angband (Iran), Myrah (Tunesien)

Wobei klar ist: In diesen Ländern ist es verboten, solche Musik zu machen. Gefängnis, Auspeitschen, Tod – sowas kann dir da passieren als Metaller.

In Israel gibt es übrigens eine ziemlich lebendige und freie Metal-Szene, die hier kaum wer kennt: Melechesh, SalemAmaseffer, Arallu, DistortedOrphaned LandKhalas (Palestina).

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Musik: Das Ich – Destillat (VNV Nation Remix)

Das Ich – Destillat (VNV Nation Remix)

bilder die worte spielen
und sich in dir verlieren
um ganz still zu liegen
fragen und erinnern
sich auch an das bett
auf dem der knabe spielt
das in dem keller steht
in dem der mensch sich dreht

gib mir mein destillat
gib mir mein alltagstod
gib mir mein gnadenbrot
zur ewigkeit

da wird auch zweifel sein
da wird unglaube sein
da wird auch zaudern sein
wie alle einsam und allein

ein andrer in mir schreit
schmerzvolles grosses leid
geburt und schicksal weht
wie lust an mir vorbei
mein herz gebärt die qual
ein allerletztes mal
ein toter musikant
spielt das stille lied

gib mir mein destillat
gib mir mein alltagstod
gib mir mein gnadenbrot
zur ewigkeit

da wird auch zweifel sein
da wird unglaube sein
da wird auch zaudern sein
wie alle einsam und allein

Written by Bruno Kramm, Stefan Siegfried Ackermann • Copyright © Universal Music Publishing Group
Prägendes Lied, darin finde ich viel wieder von dem, was ich zu sein glaube. Zaudern, Zweifel, Unglaube, Angst, Einsamkeit, Allein-Sein im Keller. So habe ich viel Zeit verbracht.
Aktueller Marktpreis des Liedes (nicht der Remix!):
0,99€ bei Google, 22€ für die CD „Alter Ego“ bei WOM, gebraucht für 7,90€ bei eBay. 12,98€ als Lied auf den Zillo-Hits #3. Für 9,99€ bekommst du die 15 „Alter Ego“-Lieder bei iTunes, oder pro Stück 0,99€.
Das ist viel zu teuer, wenn du arm bist. 6€ am Tag auf Harz 4, für alle Ausgaben (Essen, Kleidung, Kultur) – da wäre nie ein Euro für ein Lied drin.
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Internet-Nostalgie II – Filesharing und Mp3

Als das Netz ausschließlich von Leuten betrieben und genutzt wurde, die technisch und intellektuell vorne waren und es darum ging, die Welt mit einer neuen ‚Schicht‘ zu versehen. Zwischen Menschen Verbindungen herstellen und Austausch ermöglichen unter verstreuten Einzelnen, das war einfach. Den DAUs bist du nie begegnet. Trolle waren ein Phänomen, aber handhabbar. Wenn es Infos gab, waren sie gewöhnlich von hoher oder mittlerer Qualität. Du hast etwas gesucht, und landetest auf einer Dissertation oder eine Diplomarbeit zum Thema, auf einer Fan-Seite oder dergleichen. Alles, was im Internet war, konntest du einfach runter laden, da hat nie jemand drauf geschaut. Heute: Das Internet ist heute leider wie das „richtige Leben“ -voller wertlosem Plunder, falschen und unrichtigen und irrelevanten Aussagen, Fallen und Betrug, Verbrechern, abkassierenden Abmahn-Anwälten, den Geheimdiensten, der Polizei – und natürlich den Volldeppen. Alles kostet, überall Paywalls. Und die Stellung und Funktion der Suchmaschine, da hat Google die Welt sehr verändert. Aus der Filterblase kommst du nicht raus, es werden gar keine wirklichen Web-Suchen mehr angezeigt, sondern ein kleines Segment hoch aufgearbeiteter und durchgefilterter Inhalte, und es geht nicht mehr darum, dir gute Treffer zu bieten, sondern dich zu analysieren, zu zensieren sowie deine Daten – praktisch un-nachvollziehbar – an andere zu liefern (der Staat bezahlt nicht, beansprucht aber alles) bzw. zu vermarkten (Wirtschaft) sowie an Kriminelle weiter zu geben (immer wieder gelangen riesige Datensätze durch ‚Sicherheitslücken‘ in die interessierte Öffentlichkeit).

Zurück zu dem, was mal gut war: Großartige Entwicklungen wie Napster, Audiogalaxy und last.fm wurden gebaut. Filesharing erweiterte die realen Möglichkeiten, Musik und Filme kennen zu lernen. Vor allem war sehr vieles kostenfrei und sauber und weit weg vom Geschäfte machen — wenn du den Porn-Bereich (das Kerngeschäft des Internet) gemieden hast.

Die Anfangsphase (1984-1994) war was für Pioniere – Computer hatten in Deutschland nur wenige, vor allem keine richtigen PC’s. Dann kam die Umstellung und der Hype. 2001 war es dann vorbei mit der Startup-Blase. 10 Jahre später hat sich der Fokus verändert: Politik und Wirtschaft wollen das Internet kontrollieren, das Recht durchsetzen, die Anarchie beenden. Mit Auswüchsen, die einigermaßen absurd sind. Beispielsweise ist es riskanter, wenn du ein Computerspiel illegal herunterlädst (falls es von einem Abmahn-Anwalt überwacht wird, wirst du auf jeden Fall abgemahnt – Ladendiebe dagegen werden eher selten erwischt), als wenn du die entsprechende DVD im Laden klaust. Ist mir passiert mit GTA 5: 170€ für einen Anwalt, der dem gegnerischen Abmahn-Anwalt Einhalt gebietet. Das Spiel hätte im Laden 30-50€ gekostet. Der Diebstahl mit Erwischt-werden auch etwa 50€ Bearbeitungsgebühr sowie Einstellung des Verfahrens mit Geldauflage. Wenn du arm bist, liegt der Tagessatz bei 10-20€ (was irre viel ist, weil du nur 6€ am Tag als Harz-4-Mensch ausgeben kannst). Aber es kommen dann vielleicht 250€ zusammen, wobei wie gesagt die Chance, damit durch zu kommen, sehr viel besser ist, als wenn du torrents benutzt.

Zurück zum Thema. Früher war zunächst Napster und Audio-Galaxy eine wunderbare Welt des Mp3-Sammelns. Das wurde kaputt gemacht (und die unrühmliche Rolle von Metallica in dieser Scheisse werde ich nie verzeihen!). Dann wurde last.fm eine Fundgrube für neue Musik, die großartig ist. Die Möglichkeiten, ähnliches zu finden und mit Freunden in Kontakt zu treten – Freund war jemand, der ähnliche Sachen gut findet – waren eng an die tatsächliche Musik-Nutzung gekoppelt, und es war leicht, sich die Musik zu besorgen, weil piratebay da war. Heute gibt es spotify und iTunes, und ja, das erreicht mehr Menschen, schließt aber zugleich auch mehr Menschen aus (nämlich die sehr sehr große Gruppe von Leuten, die zu wenig Geld für sowas haben).

Ich hatte vermutet, dass diese Geschichte mit der Kommerzialisierung daneben gehen würde – wohl zu Unrecht. Und ich hatte vermutet, dass es robustes File-Sharing mit Verschlüsselung und Schutz gegen Verfolgung geben würde, auf einem Level, den selbst Geheimdienste nicht ankratzen können.

Dazu eine Idee: Systematisch unmöglich machen von Überwachung als System-Paradigma. Ein Programm, was umfassend verschlüsselt. Eine Entkoppelung von Verzeichnis, Suche, Download und Usern. Sollte ungefähr so funktionieren: Eine Suche wird los geschickt, aber 1) es werden wie bei TOR viele zufällige Knotenpunkte angefragt (wer wonach sucht, ist NUR für den Suchenden ersichtlich – wer gefragt wird, erkennt der User nicht, und von wem die Anfrage kommt, weiß das gefragte System nicht, ebenso ist verdeckt, von wo und wie die Datei geliefert wird) und es wird 2) dauernd Datenmaterial verteilt (in Masse! redundant!), wobei 3) ständig Distraktoren eingefügt werden (Milliarden von Dateien, die für die Industrie, den Staat und die Sicherheitsdienste sehr relevant sind, weil sie eben die gesuchten Schlüsselwörter enthalten – in zufälligen Verschlüsselungen, die enorme Auswertungszeiten benötigen). Durch die Masse und die Vielzahl der ‚bösen‘ Pakete ohne wirklich relevanten Inhalt sowie die erheblich gesteigerte Schwierigkeit einer Massenabmahnung oder Massenverfolgung bestünde die Möglichkeit, dem Einhalt zu gebieten, letztlich nur in einem Verbot dieses Programms. Zumal es möglich wäre, stets auch noch einen IP-Sprung einzubauen, also den Ausgangspunkt der Aktion genau dahin zu legen, wo weltweit die geringste Chance besteht, dass es genau dort zu einer staatlichen Reaktion kommt. Das würde allerdings gleich mal 40€/Monat kosten, es sei denn, man bekäme das hin, dass Leute untereinander zufällig die IP tauschen bzw. sich untereinander als Proxy verfügbar machen – das ginge, wenn es für Leute in entsprechenden Ländern lohnend wäre – oder wenn das Programm halt nur so funktioniert. Dann würde es so gehen: Eine Suchanfrage wird immer von einem möglichst geo-politisch weit entfernten und internet-politisch möglichst freien Erdteil aus gestellt, also USA-IPs landen in Europa und umgekehrt, womit die Wahrscheinlichkeit, das es eine systematische IP-Überwachung nach Inhalten gibt, erstmal gegen Null ginge. Das Programm funktioniert nun so – es kopiert ständig alle Dateien überall hin, wobei es die Dateien so verteilt, das seltene Dateien begünstigt und oft vorhandene weniger stark verteilt werden, mit dem Ziel, Vollständigkeit zu erreichen und zu erhalten. Alle Spiele, E-Books, Filme, Musikstücke der Welt werden so kostenfrei und unzensiert allen Menschen zugänglich gemacht. Der Nachteil einer solchen Lösung – es werden Berge von Schrott produziert und verteilt, um darin das zu verstecken, was wesentlich ist. Daten-Sparsamkeit wäre als Thema damit durch. Und eine Nutzung via Handy vermutlich fraglich. Was das Projekt wenig nützlich erscheinen ließe, denn die Handys sind die Plattform der Zukunft, nicht der Desktop.

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Ein Zielpublikum

An wen mag ich mich richten? An mich selbst in der Zukunft (weil ich das sicher noch mal ansehe, wie ich mich kenne). An meinen Sohn, weil ich da am ehesten Ambitionen spüre, etwas weiter zu geben, was Wert hat. Dafür wäre ein Tagebuch sinnvoller (und privater). Oder Briefe, etwas Persönliches, irgendwie so was wie Lebensweisheiten, Memoiren, Selbstglorifizierung und Anekdoten. Oder ein Buch, eine Bibel. Seit es das Netz gibt, denke ich, wir arbeiten kollektiv am Supermind. Einfach rein schreiben reicht völlig aus. Einzelne sind nur wichtig durch ihre Beiträge und deren Qualität. Das Netz findet es irgendwann und macht was draus. Ziemlich gestrig, das für potentiell gut zu halten. Aber Kultur ist, wenn du das Gute wiederholst und festigst in Formen und Inhalten. Beispielsweise Gedanken nachvollziehbar auszuformulieren, statt Emoticons – die nun Emojis heißen wollen – zu verschicken, und lange Ketten von Sätzen zu bilden, weil sich so die Wege nachvollziehen lassen, wie in einer komplexen Gedankenwelt eines zum anderen gehört und darin übergeht. Ich halte sowas für unterhaltsam, genieße es auch, dem Strom der Gedanken zu folgen, die andere fertigen – insbesondere solchen, die mir wenig bekannt und vertraut sind, wo sich auch Neues und Unerwartetes verbirgt. Nach meiner Erfahrung geht es anderen damit nicht so, eher: „Was will der denn, versteh ich nicht, das ist mir jetzt anstrengend, laß mal gut sein“. Womit sie ja ganz recht haben. Mein Kompromiß: Ich teile mich ultimativ vermeidbar mit. Niemand muß mich überhaupt zur Kenntnis nehmen, zugleich könnte es aber jede. Damit kann ich vermutlich leben. Wobei, Motive immer basal, also nix mit „ich erwarte mir davon nichts“. Ich will toll gefunden werden, schlau, intelligent, großartig und liebenswert. „Der Mensch hat recht“, das sollen sie denken. Zustimmung, Anerkennung, Ruhm, Geld, Sex, Macht. Das komplette Programm. Tja. Da wird es schwierig, denn ich wüßte nicht zu berichten, wann ich mal mit irgendwas populär gewesen wäre. „So ein Idiot!“ oder „Der Typ ist ein totales Arschloch“, sowas kriege ich zwischenmenschlich hin. Breite Zustimmung einer fanatischen Fan-Base, das wäre verführerisch, und genau so kommen solche Lutze auf das schmale Brett mit dem Führer-Spielen. Während ich weiter isoliert bleibe und unerfolgreich und unverstärkt-traurig-depressiv, während ich mich mehr oder weniger wirkungslos mit den Hirngespinsten befasse, die ich meine Projekte nenne, und um mich rum die Dinge irgendwie ihren Lauf nehmen .-.- besser so, als daß ich mal ernsthaft verärgert bin. In Menschen, denen es innerlich weh tut, steckt viel Dunkelheit und Hass. Vernünftige Leute hören Metal. Andere gehen damit weniger sozial integrierend um – und schießen sogar auf Metaller, was gleichermaßen empörend und schmeichelhaft ist, aber bisweilen irgendwie ein Tabu, daraus wiederum einen Topos zu machen (so wie „Smoke on the Water“). Jedenfalls habe ich zu ‚metal music about the bataclan incident‘ nichts finden können. Dabei ist der Mord an meinen Metal-Schwestern und Metal-Brüdern eine Sache, die mich in einen Gruppe-gegen-Gruppe-Kampfmodus versetzt. Memo an mich selbst: Schreib da einen Songtext dazu und vertone ihn. Vielleicht orientiere ich mich dazu an klassischen Themen, vielleicht auch was wie Janaza (Iraq’s very first female-fronted, black-metal band), aber vermutlich lieber etwas, das ich auch vorspielen würde und was verständlich ist und vernichtend trifft (sonst lohnt es sich ja nicht).

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