PUBG Zombie Mode

Keines der Videos ist für Leute geeignet, die empfindlich auf Gewaltdarstellungen reagieren. Nicht-Zombiefilm-Fans werden vielleicht auch Schwierigkeiten haben, die Faszination davon nach zu vollziehen.

Als Gamer sehe ich die PUBG-Variante, die sich da entwickelt, und finde das recht spannend.

Selbstorganisationsprozesse: Wie sich die Zombie-Spieler (die sich ja untereinander nicht kennen und völlig unstrukturiert starten) zu Gruppen zusammen fügen, mit Angreifern in den eigenen Reihen umgehen etc.

Wie die Zombies rüber kommen aus der Perspektive der Survivors:

Bisher gibt es noch keine speziellen Animationen für die Zombies in diesen Videos, habe das aber hier schon gesehen:

Was man noch alles mit so einem Spiel machen könnte.

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Wolfenstein II – Nazis und die Gewaltfrage

Wolfenstein II: The New Colossus. Ein wenig rein geschaut mit der Frage: Will ich das spielen?

Am Wegesrand reden zwei Nazis über Gewalt („niemals in Ordnung“, „kein Verständnis“, „auch Menschen“) – und ihren nächsten Job (bei den Todesschwadronen).

Philosophie in Computerspielen.

Wolfenstein II: The New Colossus

Wie gewohnt völlig übertriebenes Gewalt-Epos, und wieder räumt ein Held die Nazis alle ab, zwei schwere Sturmgewehre im Anschlag. Aber unterhaltsam durch die schräge Story und die mit Alien-Technologie vermischten Nazi-Gegner. Mir persönlich sagen diese Tunnel-Spiele (letztlich nur ein Weg durch das Spiel, alles linear) und auch die Idee vom übermächtigen Helden (wie in Wolfenstein oder auch in Splinter Cell) nicht mehr zu. Egal, wie krass die Gegner irgendwann sind – es ist immer gleich, lerne sie auswendig.

Open World Multiplayer haben zwar nicht die geführte Story und die großen Effekte – nur, die sind auch letztlich nur Jump Scares wie in der Geisterbahn, nicht wirklich Action. Oder eben ein Railroad Shooter.

Anders, wenn man sich freier bewegen kann und richtige andere Spieler statt Scripts als Gegner (oder Verbündete) dabei sind. In PUBG gibt es nie eine gescriptete Wiederholung (aber natürlich lernbare Verhaltensmuster echter Menschen).

Eine Mischung aus beidem wird sicher öfter zu sehen sein, vielleicht wie GTA oder so. Missionen, aber eben auch eine in sich stimmige, vom Spieler unabhängige Welt als drum herum.

Stalker war darin wegweisend – eine Welt mit lauter sich autonom bewegenden Einheiten, die immer auch mal wieder sich untereinander in die Haare geraten – bevor Multiplayer sowas auch als Interaktion von Spielern ermöglichte. Wieso nicht die Spielleiter-Funktion(en) bei Multiplayer den Spielern geben? Arma 3 hat mit dem Zeus-Mode genau das getan – du steuerst eine Kampagne oder ein Szenario, um der Spielergruppe eine interessante Partie zu bieten. Also ähnlich wie früher die Rollenspiel-Runden.

 

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PUBG Videos – und diverse andere Spiele

Manchmal ist es ja sehr unterhaltsam, lehrreich und auch schlicht entspannend, sich ein paar Videos von guten Gamern rein zu ziehen.

Von MrGrimmmz kann man viel lernen – enorm präzise, erklärt nachvollziehbar seine Aktionen. Ungeschnittenes Gameplay (Twitch Stream bzw. Youtube). Ehrgeizig bis verbissen, was bisweilen stört.  Wurde gehonkt, und ist damit eher ungeschickt umgegangen. Irgendwie bin ich ein wenig davon weg. Mag auch lieber die Karte sehen und den Stream als irgendwelche Gesichter. Egal. Brian hat es total drauf. Daran ist nichts auszusetzen.


Aktuell mein Favorit ist Aculite (Youtube Twitter). Vom Auftreten her ganz was anderes – total freundlich und entspannt.

Solo sehr geil, aber wirklich exquisit als Team: Aculite und Tomographic, die beiden zusammen sind wirklich ausgesprochen unterhaltsam. Geschnittenes Material, was dennoch gut nachvollziehbar ist. Und Tom stirbt regelmäßig vor Spielende. Gehört irgendwie dazu.

Aculite ist recht vielseitig. PUBG nicht der einzige Fokus. Eher ganz verschiedene Spiele. Sowieso schön, mal ins Gameplay der aktuellen Spiele rein zu schauen. Gibt einige interessante Titel gerade.

Blackwake (Piraten).

Depth  – Haie vs. Taucher oder eben Taucher vs. Haie.

Oder Ark (Steinzeit mit Crafting und Dinos).

Auch interessant: Zombi.

Wie gut Aculite spielt, siehst du noch deutlicher bei Rainbow Six: Siege – da ist die Action dauernd sehr intensiv.

H1Z1: King of the Kill. Und noch eine Episode H1Z1.

Miscreated. Zombie Horror Survival als Multiplayer.

Insurgency

Nether

Nether

Battlefield: Bad Company 2.

Auch wenn mein Russisch eher nicht so gut ist, sehe ich auch gerne Eligorko zu. Also, PUGB. Nach dem Ausflug durch aktuelle FPS-Games.

Ganz anderer Stil, mal sehr direkt, dann wieder sehr lange Flanken. Die Fernschüsse sind eher nicht sein Ding.

Shroud von Cloud9 – witzig, ein Profi-Spieler. Sehr abgeklärtes Spiel. Bekannt als Counterstrike-Spieler bei der ESL.

Spielen wie Götter: https://www.youtube.com/watch?v=G2AMZHekL_Y
Einige tolle Stunts dabei. Und ein paar bekannte Streamer.

Bevor PUBG (bzw. Battle Royale) ein eigenes Spiel war, gab es von PlayerUnknown den Arma3-Mod. Davon hier ein wenig Footage.

Man vergleiche das mit den frühen Medal of Honor-Spielen 😉 hat sich ziemlich was getan, von der Grafik her.

Medal of Honor
Medal of Honor
Medal of Honor: Allied Assault. Sehr viel besser, und spielte sich toll.

Und ich hatte die Idee, interessante Sprünge zu sammeln. Den vom Hausdach durch ein Fenster in ein anderes Haus finde ich gerade nicht, verflixt.

Lustig finde ich dieses Spiel in Retro-Optik: Unturned

 

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PUBG – Urlaubsbilder

Abenteuerurlaub am PC. Schont das Budget und die Umwelt. Die PUBG-Karte Erangel ist wirklich schön, da kann man neben dem eigentlichen Spiel auch sich schön die Zeit vertreiben mit Rumfahren, dabei nette Orte ansehen, auch mal ein wenig entspannen und der Sonne zu schauen. Und dann wieder rein in die Action. So gefällt mir das.

Überhaupt, ein Urlaub, wo mal keine Erwartungen enttäuscht werden. Jedenfalls keine an den Service, sag ich mal. Ein übel kaputter Ort ohne jegliche Bewohner, die anderen Gäste mörderisch unfreundlich – und du metzelst sie nieder. Jedenfalls in der Theorie. Praktisch ist mein erster oder zweiter Feindkontakt nach wie vor mein Ende. Sind halt auch keine doofen Computer-Gegner, sondern Leute mit Geschick und Verstand und Übung. Hart, dagegen anzukommen. Manchmal sehr krasse Szenen.

Und dann wieder vieles, wo ich einfach schallend lachen muss. Ganz besonders zählen dazu rasante Auto-Kämpfe – da passiert einiges, was wirklich kaum zu glauben ist.

Manche Sachen sind nervig. Mit den enorm wirkungsvollen Schüssen aus weiter Entfernung komme ich noch gar nicht klar – da bin ich immer noch viel zu sehr mit Orientieren im Nahfeld beschäftigt, um sowas wie eine mentale Karte von dem Ort zu haben und aus den Geräuschen und den Gegebenheiten der Landschaft auf die Positionen der Schützen schließen zu können. Von Sehen brauche ich da nicht zu reden – die sind gerade mal pixelgroß, da sehe ich nichts von. Treffen dich aber mit Zielfernrohr ganz locker. Übel. Und die Kämpfe ganz am Anfang, mit Fäusten oder irgendwelchem Zeugs und unter totaler Hektik, da treffe ich auch nichts, wenn Leute hektisch rum rennen. Auflauern – auch so ein Ding. Wie oft bin ich schon einem genau vor die Flinte gesprintet. Autsch. Also, ich gebe zu, ich bin echt nicht so gut in dem Spiel. Aber ich liebe es.

Hab nix gemacht, nur Auto-Fahren 😉

Weil die Schwierigkeit so hoch ist, habe ich für mich einen Weg gefunden, einfach zunächst nur ein paar der vielen Dinge zu machen, die man können muss, um es zu beherrschen.

Einfach viele Absprünge machen und möglichst lange im Spiel bleiben – also sicher und gezielt landen können. Und dann ein Fahrzeug, und die Insel kennen lernen. Einfach rum fahren, sich die Gegend aneignen. Und die Steuerung der Fahrzeuge gut können.

Zwischendurch mal Nahkampf üben – da landen, wo viele landen, und mit der ersten geeigneten Waffe gleich auf Jagd gehen. Gar nicht erst mühsam 10 Zimmer looten, um dann vor dem Haus abgeknallt zu werden. Sondern sofort drauf, auch wenn du nix triffst. Die Lobby ist dein Freund – da kannst du immer mal ein wenig üben 😉

Natürlich gibt es dutzende Seiten zu PUBG mit Tipps und Videos. Wenn ich mir Mr Grimmz ansehe, bin ich natürlich fasziniert.

Und auch sonst ist das Spiel durchaus geeignet, es sich als Stream rein zu ziehen. Weniger geeignet als Counterstrike für E-Sports (aber da wollen sie hin).

Der Moment, wo du nicht drum rum kommst, es zu bemerken – das ist nicht das wirkliche Leben, nur ein Spiel … und du kannst es nun nicht nochmal spielen, weil sie die verfickten Server warten müssen 🙁
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[PUBG] PlayerUnknown’s Battlegrounds

Über PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG) habe ich ja schon mal was geschrieben, hier der Link zum ersten PUBG-Artikel.

Seit ich First Person Shooter (FPS) spiele, habe ich immer gedacht, was daran stört, ist die sehr schlechte Taktik der Computergegner. Künstliche Intelligenz (KI) ist halt schwierig, gerade weil das wesentlichste fehlt – stabil flexible Pläne. Menschen können das gut – sie haben ein Ziel (überleben) und unheimlich viele kreative Wege, das zu erreichen, egal welche Hindernisse auftreten.

Dagegen KI ist in der Regel nicht mehr als eine Sammlung von simplen Wenn-Dann-Entscheidungsregeln (Heuristiken), oder auch nur ein Bewegungsmuster. In vielen Spielen sind die Gegner komplett in ihrem Verhalten fest gelegt (gescriptet) und du kannst bzw. mußt sie also auswendig lernen. Langweilig. Wenn eine Herausforderung da ist, dann jedenfalls nur, weil die Gegner enorm viel mehr Ressourcen am Start haben – aber weder strategisch noch taktisch.

Multiplayer hat alles verändert. Seit Starcraft sind Netzwerkspiele möglich, und seit die Technik die Geschwindigkeit dafür her gibt, sind auch Shooter als Multiplayer am Start.

Bekannt vor allem Counterstrike, wo genau das halt zu sehen war, was wir uns gewünscht haben – heiße Action, null langweilige Vorhersehbarkeit und viel Abwechselung.

PUBG spielt auf einer verlassenen Insel, so eine russische Militär-Basis. Der blaue Kreis wird sich als nächstes im Spiel verengen auf den inneren weißen Kreis – und wer außerhalb der Zone ist, bekommt ständig HP abgezogen.

PUBG ist größer von der Map her, und durch den Spielmechanismus – nach und nach sich immer weiter verengende Zonen, wo gekämpft wird, bis einer übrig bleibt – ist dafür gesorgt, das Camper (Spieler, die nur an einem Ort bleiben und lauern) kein Problem sind.

Im Grunde war eine solche „Alle-Gegen-Alle“-Arena das letzte Mal bei Unreal Tournament für mich interessant – das war in der Wohngemeinschaft ein schöner Zeitvertreib.

Unreal Tournament. Bunt und fetzig. Die Unreal-Engine war 1999 eine echte Offenbarung für die Zocker-Gemeinde.

Danach habe ich lange und gezwungenermaßen die Hände von solchen Zocks gelassen – weil der PC einfach gnadenlos veraltet war. Entsprechend wenig habe ich von der realen Entwicklung des Genres mit bekommen – zwar drüber in der ct gelesen, aber selbst nichts angefaßt davon. ARMA zum Beispiel, bisher nie gespielt, obwohl es mich sehr reizt.

Operation Flashpoint war eine Zäsur – das hat alles vorherige in den Schatten gestellt.

Operation Flashpoint war mein letztes Spiel, wo es einen Versuch von Realismus im Zusammenhang mit FPS gab. Auch die anderen fetten Multiplayer-Shooter sind mir alle zwischendurch zwar bekannt gemacht worden, aber ich habe nicht mit gespielt. Hatte freilich viel anderes zu tun. Nun steige ich mal wieder ein wenig in virtuelle Welten und genieße das sehr.

PUBG camping. Keine gute Idee – vor allem nicht, wenn du nur eine Shotgun dabei hast 😉

Wobei Genießen vielleicht bei PUBG der falsche Ausdruck ist – das Spiel ist für mich extrem schwer, praktisch immer ist der erste Kontakt mit Mitspielern (spätestens aber der zweite) für mich tödlich.

Allem Ärger aus dem Weg zu gehen kann einen sogar in die Top-10 bringen. Nur: Irgendwann kriegen sie dich. Jedenfalls in diesem Game.

Ganz anders als die meisten Videospiele schaukelt dir PUBG nicht die Eier und stattet dich für Mausklicks peu a peu mit göttlicher Pseudo-Macht aus, ohne dass du dafür groß was tun mußt. Um auch nur einen Fuß auf den Boden zu kriegen in dem Spiel brauche ich eine ganze Weile sehr viel Geduld. Nicht gerade das klassische Narzissten-Futter.

Eher ziemlich maso. Man kriegt dauernd einen vor den Latz geknallt. Aber halt auch dauernd hoch spannend – ständige Lebensgefahr, ständige Bewegung und dauernd an sich überfordernd (was wohl daran liegt, dass ich sehr ungeübt in der Steuerung bin). Und der Nervenkitzel ist schon mehr als ein Kitzel – das Spiel ist schweißtreibend.

Wieso finden Menschen Nervenkitzel gut? Hormonausschüttung. Woher? Amygdala. Die macht Action erst spannend. Da gehen die Botenstoffe ab. Schweiß – das ist Adrenalin. Und dann gibt es Dopamin als Belohnung, wenn mal was geklappt hat.

Lage der Amygdala (Mandelkern; eine Doppelstruktur) im ZNS

Eine Zukunft, in der Menschen ihre Nervenkitzel mehr virtuell als physisch suchen, wird es vielleicht erwägenswert finden, den Videospielen einen gebührenden Ehrenplatz einzuräumen, statt sie für Zeitverschwendung und Unsinn oder gar schädlich zu halten. Videospiele sind Kultur, vermutlich mehr als nur ein bisschen. Sowieso das Spielen eine sehr unterschätzte Art, sich mit Dingen auseinander zu setzen.

Grimmmz erwischt den Typen, den ich nicht mal gesehen hätte, sofort. Er weiß einfach genau, was und wer wo sich bewegen wird, wie der Stand des Spiels gerade genau ist. Voll drin in dem Game, der Mensch.

Aber natürlich sind Spiele auch eine Anderwelt zum sich drin austoben, wo Sachen laufen können, die in der wirklichen Welt unerwünscht sind – wie zum Beispiel ein Kampf aller gegen alle bis auf den Tod. Bevor mir wer sagt – aber das ist doch schrecklich. Nee, es sind nur Pixel. Auch Schach ist Krieg, und auch da ist die Idee, wir haben einen Krieg, aber keine Schmerzen, weil er nur ein Spiel auf einem Brett ist. Bei den FPS ist halt das Brett dreidimensional und wenig abstrakt. Bloß – das täuscht gewaltig. Es sind enorme kognitive Anstrengungen nötig, um das Spielgeschehen in seinen relevanten Aspekten teilnehmend nachzuvollziehen und mental zu modellieren.

Wer PUBG spielt, wie es gespielt gehört: MrGrimmmz.

Wenn ich sehe, wie leicht da alles aussieht, wenn Brian PUBG spielt, gehe ich auf dem Zahnfleisch. Praktisch ein Gott auf dem Schlachtfeld. Weit bessere Spieler als ich sind da auch nur noch eines – Kanonenfutter. Und wieso? Weil er zu jedem Zeitpunkt weiß, was er da tut und wie es geht, und einen Überblick über das Gesamtgeschehen sich bildet aus den relevanten Aspekten. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht, vor allem nicht unter dem Level von Stress, den das Spiel automatisch erzeugt.

 

 

 

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Playerunknown’s Battlegrounds

PC-Spiel. Brutales Scenario. Multiplayer Ego-Shooter mit dem Spielziel, nach dem Absprung aus einem Transportflugzeug auf eine einsame Insel dort Ausrüstung aufzusammeln und alle anderen Mitspieler umzubringen.

Damit das Gemetzel auch passiert und sich nicht die Leute irgendwo in der open Wold verschanzen, zwingt ein sich immer weiter verengender Kreis alle Spieler, sich am gleichen Ort zum Showdown zu treffen – bis nur noch einer am Leben ist. Das Spiel entsprechend schwer, weil nur gegen echte Menschen und nicht gegen irgendwelche KI gekämpft wird.

Unterschiede am Anfang – wo man landet und wie man sich beim Aufsammeln anstellt bzw. wie schnell man damit ist, die anderen weg zu ballern, um danach in Ruhe zu plündern – sind entscheidend. Dann ist nützlich, sich ein Fahrzeug zu zu legen. Die stehen einfach so rum. Denn durch die ständige Verlagerung und Verkleinerung der aktiven Zone muss man sich auch dauernd bewegen.

Und wesentlich ist eine mentale Karte – wo sind die anderen Spieler gerade, welche Geräusche sind wo wahrnehmbar. Natürlich muss man die Bedienung lernen und einüben. Und einen Blick dafür entwickeln, welche Spielmöglichkeiten ein Terrain bietet. Taktisch sehr anspruchsvoll.

Ich habe es bisher überhaupt nicht drauf. Wurde immer recht flott abgeschlachtet.

 

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Simulationen und Spiele

Computer sind zum Spielen da.

Kniffeliges Retro-Game: Tiny Heist

EXKURS

An der Uni habe ich mich sehr für Simulationen und Spiele interessiert. Ich habe dann mein Diplom in Pädagogischer Psychologie gemacht, weil da eine Nähe zu Computern da war. Und danach eine Promotion zu dem Thema Mediennutzung gemacht, angefangen wohl eher – die ist leider nie fertig geworden.

Damals habe ich mich interessiert dafür:

Was machen Menschen mit Spielen und Spiele mit Menschen – welche Trainingseffekte gibt es, welche Wechselwirkungen, was heißt überhaupt spielen?

Machen Spiele schlau, dumm, aggressiv, selbst-kontrolliert?

Wirkungsforschung gab es mal, war Quatsch. Es ist eine Interaktion von Art der Nutzung und Art der Medien und Art der Nutzer – wer wie was wie lange nutzt, macht die Unterschiede, nicht eine einzelne Variable. Wenn überhaupt, dann ist zu viel Zeit am TV mit zu wenig Bewegung verbunden. 

Spannend finde ich heute eher solche Fragen:

  1. Wie können Spiele und generell Programme menschliches Wissen befördern, Dinge lernbar und letztlich machbar machen?
  2. Was können wir durch Simulationen lernen und lehren?
  3. Wie können Spiele als Datenquelle für Experimente und Simulationen verwendet werden?

Meine andere Spezialisierung – was ich im Diplom gemacht habe – nennt sich Usability.

Aufgabe war es, durch eine Art von systematischen Verhaltensbeobachtungen die Stellen zu finden, wo es zu Nicht-Passung von Mensch und Maschine-Interface kommt.

Klingt kompliziert.

Einfacher gesagt, wo hapert es mit der Bedienungslogik und der Interface-Gestaltung, und vor allem – wie finde ich das heraus, wie setze ich Testnutzer effizient ein, was kann ich aus welcher Art der Analyse über meine Software und mein System sowie meine Kunden lernen?

Passung, das heißt Benutzer – System – Aufgabe, das muss zusammen spielen ohne viel Reibung, es soll nicht Zeit, Energie, Datenqualität unnötig verloren gehen, idealerweise ist das Ding gut zu bedienen, leicht zu erlernen und dabei trotzdem unglaublich mächtig. Wer unsere IT aus der Nähe kennt, weiß: Alles schöner Wunschtraum. Nichts passt einfach so, alles muss immer erst passend gemacht werden.

So reifen dann Hardware und Software wie gehabt beim Benutzer nach. Die Idee, generell Benutzbarkeit und insbesondere Benutzerfreundlichkeit systematisch vorher zu testen, hat sich in der rauen Wirklichkeit leider nicht durch gesetzt.

Beide Bereiche verbinden sich, wenn ich Leuten bei der Arbeit oder beim Spiel am Computer zu sehe (oder mit mache). Am liebsten mit meinem Sohn, da sehe und erlebe ich, wie er lernt, und was ihm Spaß macht, und freue mich mit.

Die einfachen Flash-Spiele sind, was Edutainment und Usability angeht, oft erstaunlich gut. Leicht lernbar, hoher Spiel-Anreiz, interessante Mechanismen, die zu beherrschen einen kognitiven Aufwand erfordert.

Es folgt eine lose Sammlung von Spielen, die gut sind.

Utopian Mining

Gemütliches Spiel mit beruhigender Musik. Ein Roboter gräbt in der Erde nach Bodenschätzen und dringt dabei, während er für Leute aus der Stadt eine Reihe von Aufträgen zu erfüllen hat, immer tiefer in die Erde vor.

 

Phage Wars und Phage Wars II.

Ausbreitung in einer Win-Loose-Situation (gegenseitiger Vernichtungskrieg). Schnell und komplex. Das Spiel bietet Feedback – nicht jede Taktik klappt. Oft ist es schwer.

Species von Phagen

Beide Spiele haben Species von Phagen, die um Wirtsorganismen in drei Größen konkurrieren und die sich dabei in ihrer Stärke im Kampf, ihrer Art der Ausbreitung (Geschwindigkeit und Geschick) sowie ihrer Reproduktion unterscheiden. Je nach dem, welche Species oder welche Eigenschaftenbündel du gerade am Start hast, sind verschiedene Strategien und Taktiken zielführend.

Phage Wars II – Ansicht des Labortisches

In Phage Wars II ist zusätzlich das Labor interessant, wo die Genome zusammen gebastelt werden können. Schön gemacht, und spannend. Hier kannst du entscheiden, welche Eigenschaften du einbauen willst, und es kommen neue Gen-Abschnitte hinzu, die du dann wieder anders zusammen bauen kannst. Einfach, und bringt die grundlegenden Ideen – was ist Bio-Tech? – ganz fein rüber.

Symbiosis

Anders, als es der Name nahe legen würde, auch hier ein Vernichtungskrieg – gute Pflanzen gegen böse Kristalle. Ein pfiffiger, schneller Spielmechanismus macht das Spiel kurzweilig und durchaus intellektuell stark fordernd. Blitzschach, nur einfacher und mit Effekten.

Symbiosis – Greenland

Zweiter Teil des Klassikers. Wieder Pflanzen gegen Kristalle.

 

Axon

Hektisches Spiel, bei dem du ein Neuron möglichst lange wachsen lassen willst.

 

 

Civilisation Wars

Civilisation Wars ist eine Serie von Simulationen von Auseinandersetzungen zwischen Stämmen – mit Ausbreitung, Kampf und Reproduktion von Populationen mit Basen unterschiedlicher Größe (Ertragskraft) und Bodenschätzen, die für magische Sondermaßnahmen ausgegeben werden können, sowie Fähigkeiten deines Stammes (die sich verbessern lassen).

Sehr schöne und eigenwillige Spielgestaltung. Grafik und Sound sind unique. Gibt dem Spiel eine besondere Note.

Civilisation Wars

Civilisation Wars 2

Civilisation Wars 3

Civilisation Wars 4

Pre-Civilisation-Serie

Eine andere Nummer als die bisherigen Spiele. Hier geht es darum, deinen Stamm als Ganzes zu erhalten und zu entwickeln, wobei Nahrung und Wachstum eng verzahnt sind mit kulturellen und gesellschaftlichen Fortschritten, die in Zusammenhang mit Produktionsbedingungen stehen. Immer wird unter Risiko gearbeitet und Komplexität gesteuert, wobei stets Knappheit herrscht.

Pre-Civilisation – Stone Age

Schon am Interface erkennbar – hier ist Komplexität drin. In der Siedlung sind die Leute. Es gibt Betätigungen, die etwas produzieren, und Wache halten (was das Risiko, Opfer eines Überfalls zu werden, senkt – also Sicherheit produziert).

Der Tech Tree sieht das Programm vor, was erforscht werden kann und sollte. Wie viel erforscht werden kann, hängt von der Kultur ab. Und das Technik-Niveau bestimmt dann seinerseits die Produktion, und die wieder die Reproduktion. Gute Simulation von Wirtschaft, was die Auflösung angeht.

Pflanzen, Werkzeug, Fleisch, Feuer. Und von da an weiter. Irgendwann man Monolithen und einen König.

Pre-Civilisation – Broze Age

Mehr Beschäftigungen als im ersten Teil. Und der Tech Tree ist anders. Kultur spielt eine noch wichtigere Rolle, weil man irre viele Forschungspunkte braucht für diese Pyramide. Schon im ersten Teil geht es um die Monarchie, hier um das Pharaonen-Tum als Spielziel. Irgendwie un-anarchistisch. Geht historisch einher mit massiver Population, diese Bildung einer auf Führung spezialisierten Kaste. Kleine Gruppen brauchen es nicht, große anscheinend schon. Parallel dazu bilden sich andere Spezialisierungen, die vorher so nicht auftraten.

 

Menschen im Spätkapitalismus

Simulation einer Firma.

Corporation Inc

Spart das komplette Studium der Betriebswissenschaften.
Alles muss man selber machen. Büro bauen, Leute, Geschäft aufbauen.

 

Hektische RTS-Strategie-Spiele

Control Craft 2

A fast thinking RTS game, with tactic capabilities and graphics in unique style.

Take over the enemy colonies to battle your way through challenging levels that call for your skill and wit. Upgrade your troop, pimp up your super weapons and smash enemies to save your Planet.

Spiele mit anspruchsvoller Steuerung

Circular Tank. Gesteuert wird mit WASD oder Cursor-Tasten, dazu Zielen und Feuern mit der Maus. Kann daher auch zu zweit arbeitsteilig gespielt werden, wenn du mit Kindern spielst zum Beispiel.

Explizit politische Spiele (nicht für Kinder!)

WarLight

Harte Geo-Politik im Risiko-Stil. Ausgesprochen schwer; an der European Challenge hänge ich & komme nicht mehr weiter.

Deep State

Es geht darum, durch Politik im Hintergrund die Menschen sowohl produktiv zu halten durch ausreichende Kontrolle als auch ausreichend Angst zu erzeugen, damit in der Bevölkerung Akzeptanz da ist, um durch immer schärfere Gesetze und immer mehr Kontrolle schließlich das Spielziel Aufhebung der Demokratie erreichbar werden zu lassen.

Deep State is an incremental/idle game in which you are appointed director of the new National Security Bureau in the troubled Central Iverian Republic. Your job is to pacify the civilian populace and abolish democratic rule in favor of your own.
Purchase ENFORCEMENT to raise PACIFICATION and generate INCOME.
Purchase LEGISLATIONS with FEAR and MONEY to unlock more ENFORCEMENT and OPERATIONS.
Run OPERATIONS to generate FEAR and INCOME.
FEAR reduces PACIFICATION.
Mouse only.

 

Zombie-Apocalypse (nicht für Kinder)

Herrliches Thema, um daraus ein Überlebensspiel zu machen. Rebuild und Rebuild 2 sind die Kult-Spiele in dem Bereich.

Eine Stadt aufbauen, Überlebende und Nahrung sowie Werkzeuge zu plündern, Landwirtschaft, Verteidigung, schließlich eigene Feldzüge und womöglich ein Weg hier raus. Sehr gruselig von dem Spiel-Gefühl her, eher nichts für schwache Nerven.

Shattered Colony – The Survivors (auch nicht für Kinder)

Gleiche Thematik – die Stadt wird von Zombies überrannt. Ganz anders die Herangehensweise.

Alles ist ganz kleinteilig und genau gesteuert – wer, wohin, wie viele Leute. Welche Häuser durchsuchen, welche Objekte bauen? In Kampfpausen wird geplündert und Material heran geschafft, es werden Überlebende gesucht und Barrikaden und Türme gebaut. Aber immer drängt die Zeit.

Alle 02:30 Minuten gibt es Alarm, eine Horde kommt dann über die Brücke und es wird wild gekämpft. Zwischendurch daher erforderlich: Sich ran arbeiten und Brücken sprengen, damit weniger Verstärkung kommen kann.

 

Nicht schaffbare Spiele

Give Up und Give Up 2 nehmen ein Spielprinzip und übertreiben es extremst. Sehr blutig, aber nur Strichmännchen. Und Blutspuren, überall.

 

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