Außerordentliche Kündigung des Ausbildungsverhältnisses

Das Ausbildungsinstitut hat mir gegenüber die außerordentliche Kündigung des Ausbildungsverhältnisses ausgesprochen.

Ich hätte durch meine kritischen Blog-Beiträge – allgemein zur Geschäftspolitik und zur konkreten Umsetzung von Arbeitsbedingungen sowie konkret bezogen auf die Thematik Hypnotherapie als verpflichtender Teil der Ausbildung – ihren guten Ruf geschädigt und mich zudem extrem unangemessen verhalten in Seminaren. Außerdem vorher Vandalismus in der Praxis. In der Gesamtschau sei damit klar, dass eine Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses ihnen nicht zugemutet werden könne.

Ich habe also meinen Praxis-Schlüssel abgegeben und meine Arbeit als Psychotherapeut in Ausbildung beendet.

Wie habe ich das aufgenommen?

Interessanterweise habe ich mich darüber nicht aufgeregt, sondern eher gedacht, wenn ich bloß als verrückter Hooligan angesehen werde und meine Kritik als Spinnerei abgetan wird, kann ich es mir sparen, meine Lebensenergie in die Veränderung von Strukturen zu investieren. Verstehen kann ich das natürlich – ich bin denen unangenehm, und sie wollen weiter machen ohne mich. Wäre ich nicht ich, ich würde es genau so sehen.

Seit 2010 bin ich in Köln, und habe also nun bald 7 Jahre meines Lebens darauf verwendet, diese dreijährige bis fünfjährige Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. Es waren anstrengende und unangenehme Jahre.

Hätte klappen können. Bei den anderen Leuten, mit denen ich angefangen habe, hat es funktioniert. Einige sind zwischendurch verzweifelt und haben sich verabschiedet, für die meisten Ausbildungsteilnehmer*innen hat es aber wohl funktioniert. Die strampeln sich jetzt in neuen, ebenfalls recht schwierigen Verhältnissen ab. Einige werden halt aussortiert, bei denen es nicht paßt – und ich bin so einer.

Ähnliche Muster habe ich früher schon gesehen.

An der Uni war es so, da haben auch die allermeisten Leute, die das Grundstudium hinter sich gebracht hatten, letztlich das Diplom geschafft. Nämlich die, die finanziell gut unterstützt waren. Aufgegeben haben zumeist die, die eben keinen finanzstarken bürgerlichen Hintergrund hatten. Oder die irgendwann gemerkt haben, das ist mir hier zu doof, ich mache etwas, was mir wirklich gefällt.

Bei der Promotion – habe ich auch versucht, bin aber auf 2/3 des Weges gegen die Wand gefahren – da war es ähnlich. Die gut angepaßten und leistungsstarken Leute haben ihren Weg gemacht, haben sich den Titel unter hohen persönlichen Opfern hart erarbeitet. Teil davon immer die Bereitschaft, sich in Hierarchien gefällig ein zu ordnen. Ich wollte gerne ein Professor werden, das ging aber nicht. Schade – hatte mir das gut vorgestellt, so mit Ansehen und Einkommen und einer intellektuellen Tätigkeit. Illusionen, die halt irgendwann sich als solche heraus stellen.

Davor – am Gymnasium – war es ähnlich. Fast alle hatten irgendwann Abitur, die weiß und wohlhabend und deutsch gestartet sind – raus geflogen waren zuvor allerdings andere Menschen, die typischerweise migrantisch oder arm waren oder wo es zusätzliche Schwierigkeiten gab. Wer sich auffällig zeigte, wurde entfernt, aussortiert.

In der verhaltenstherapeutischen Psychotherapie-Ausbildung findet sich eine spezielle soziale Auslese – fast ausnahmslos weiße junge Frauen aus der oberen Mittelschicht und Oberschicht. Alle, die so nicht sind, haben es schwer, diese Ausbildung zu absolvieren, denn sie kostet viel privates Geld und wird nicht durch den Staat und die Gesellschaft getragen, zusätzlich enthält sie einen langen unbezahlten Arbeitsabschnitt von 12 bis 18 Monaten, der regelhaft nicht vergütet wird.

Weil die Aussichten, danach gut zu verdienen, auch nicht rosig sind, gibt es einen starken Effekt von Selbst-Selektion – Männer gehen nicht in diesen Frauen-Beruf, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Und Menschen, deren Familie sie nicht durchgehend finanzieren kann, gehen nicht in diesen Beruf. Auch da gibt es natürlich Ausnahmen, aber wenige.

Es mag bei anderen Psychotherapie-Schulen anders aussehen. Vermutlich ist es dort aber eher schlimmer, was die soziale Auswahl angeht – die Ausbildung als Psychoanalytiker*in kostet erheblich mehr als Verhaltenstherapie, und soweit ich weiß liegt die tiefenpsychologisch orientierte Ausbildung irgendwo dazwischen.

Ich bin immer privilegiert gewesen – deutsch, weiß, männlich, wohlhabend, heterosexuell, intelligent, keine wesentlichen Beeinträchtigungen durch körperliche Handicaps. Dadurch war es für mich praktisch kaum möglich, die Welt um mich herum zu verstehen, wo solche tollen Bedingungen eben zumeist nicht vorhanden sind. Glücklicherweise bin ich durch eine Lebensphase, die ich außerhalb von Deutschland verbracht habe, wesentlich geprägt worden. Aus der massiven Irritation, die der Versuch mit sich brachte, sich hier zu integrieren nach fünf noch mal mehr privilegierten Jahren in Istanbul, konnte ich dann viel lernen. Wenn Dinge in tausend Teile gehen, die für selbstverständlich gehalten wurden, und es danach nie wieder gut wird, dann ist das ein steter Quell von Erkenntnis und auch von Selbstkorrektur.

Gelernt habe ich – für die anderen ist die Welt viel härter. Und sie ist brutal, es ist schockierend und verletzend, wie ungleich und wie ungerecht die Verhältnisse historisch auf diesem Planeten gestaltet wurden und gestaltet werden – mit einer mörderischen Gewalt. So kam das, dass ich ein starkes Interesse an politischen und gesellschaftlichen Angelegenheiten entwickelt habe, und auch meine Positionierung als Mensch, der sich klar dafür einsetzt und engagiert, dass diese zerstörerischen Kräfte, die millionenfach Leben kaputt machen, durch irgend eine Form von positiver Kraft vielleicht eingehegt werden würden. Die Vorstellung, dass diese Welt immer so weiter laufen würde, war mir stets unerträglich – weswegen ich glauben wollte, das es dazu Alternativen geben könnte, die auch gesellschaftlich irgendwann zum Tragen kommen würden.

Natürlich sind die Ergebnisse aller Versuche, an denen ich mich beteiligt habe, konkrete Utopien mit Leben zu füllen, immer wieder kaputt gegangen, wohl deswegen, weil uns ein System umgibt, was Rahmenbedingungen setzt, die eine ökonomische Basis für solche utopistischen Ansätze nicht ermöglicht.

Den Schritt, das System zu bejahen und mich schlicht brav darin einzufügen, konnte ich nicht tun – warum, ist mir selbst nicht klar, aber es ging nicht, und wenn ich es versucht habe, ging es mir darin schlecht und elend. Ich ecke immer wieder an, und das ist nicht zufällig so. Es hat mit meinen wesentlichen Eigenschaften zu tun, vor allem damit, dass ich für mich festgestellt habe, dass Erkenntnisse zwingend sind. Was ich einmal für mich erkannt habe, dahinter kann ich nicht zurück. Und die Versuche, mich zur Annahme einer anderen Position zu bewegen, haben ihren Anteil an meiner Beharrlichkeit – wenn man mich bedroht oder angreift oder zu zwingen versucht, dann verfestigt sich bei mir die Wahrnehmung, dass ein systematisches Unrecht passiert.

Nun bin ich also mal wieder ausgegrenzt worden, weil mein Verhalten Anstoß und Ärger erregt. Gut. Vorher waren sehr viele Widersprüche da, die sich durch mich hindurch zogen – es war verwirrend unklar, wie ich mich sinnvoll und konstruktiv positionieren könnte. Viele Leute haben mir auch gesagt, dass sie nicht nachvollziehen können, wie jemand, der so anders und anti-konventionell fühlt und denkt und handelt, in einem Beruf arbeiten könnte, der ja vor allem daraus besteht, Menschen wieder passend zu machen für eine Arbeitswelt, die zutiefst nicht auf menschliche Bedürfnisse, sondern auf finanzielle Vorteile für die Chefs ausgerichtet ist. Wieso ich das gemacht habe, habe ich dann immer geduldig erklärt – Therapie ist nicht lediglich das Abtrainieren von störenden Eigenschaften und der Aufbau von sozial angepaßtem Verhalten, da steckt viel Wissen und Erfahrung drin, die für Menschen generell nützlich ist. Zum Beispiel wissen wir durch Forschung so einiges darüber, wie Menschen eigentlich funktionieren, und es gibt Methoden, die vieles bewußt beeinflußbar machen, was sonst als schicksalhaftes Leiden an die nächsten Generationen weiter gegeben wird. Im Rahmen von therapeutischen Prozessen sind Veränderungen im Leben von Menschen erreichbar, die sonst kaum vorstellbar wären. Leiden kann reduziert werden, es ist möglich, Gutes zu bewirken. Diese Motive waren stets tragend.

Aber nicht die einzigen – es gibt auch weniger altruistische Motive, namentlich Macht (als Therapeut*in hast du die Top-Position in einer dyadischen Beziehung automatisch, du steuerst einen Prozess) und Neugier (als Therapeut*in hast du Zugang zu einem enormen Informationspool, der unmöglich anderswo erschließbar wäre – so viele Lebensgeschichten, so viele Beispiele für Mechanismen, die menschliche Existenz prägen) und vielleicht auch Faulheit (als Therapeut*in hast du emotional schwer zu tragen, was mir zunächst nicht so klar war, aber körperlich ist es eher eine lockere Sache, und wenn du einmal kapiert hast, wie die grundlegende Arbeit – Identifikation und Modifikation von Verhaltensbedingungen – funktioniert, kannst du immer genau damit arbeiten) sowie Nicht-Langweiligkeit (als Therapeut*in hast du immer die Möglichkeit, es interessant zu machen, Variation einzubringen, zu gestalten – die Abläufe sind nie reine Routine, sondern immer herausfordernd).

Geld verdienen – dieses Motiv ist stets ein Proxy, dahinter steht immer etwas anderes, also Sicherheit, Macht, Bindung (Steigerung von sozialer Attraktivität, von Lebenschancen) etc. So ungeheuerlich das klingt, ich hatte immer genug Geld, außer ich habe mich ganz bewußt völlig abseitig bewegt (auch das habe ich für mich probiert, und festgestellt, es geht, aber es ist sehr sehr hart). Zugleich hatte ich immer das Gefühl, ich verdiene das nicht, dass es mir so gut geht, ich bin schuldig und irgendwie schlecht. Irgendwie müßte ich etwas tun, um mich als wertvoll zu beweisen – idealerweise etwas, was andere auch bejahen können.

Die Welt besser machen.

Wenn ich auf mein Leben zurück schaue, ist das offenbar ein uneingelöster Anspruch. Gut möglich, dass dies mit arg ungeeigneten Kriterien zusammen hängt. Die Welt ist groß, darin bin ich ein kleines Ding, und es ist völlig überheblich, individuelle Bedeutsamkeit zu behaupten. Besser, was soll das sein? Wenn etwas für mache besser wird, finden andere, es werde für sie schlechter. Auch das ist kaum geeignet, um zu sagen, ob ich das geschafft habe.

Was ich allerdings geschafft habe – Irritation auslösen, Anstöße geben, Veränderungsprozesse begleiten und auch teilweise aus Ideen mit anderen zusammen Projekte zu entwickeln, die über den Moment hinaus Bestand hatten. Ich kann ganz gut gegen etwas sein, und es ist leicht für mich, sprachlich harte Angriffe zu fahren. Wenn ich sozial geschickter wäre, könnte sich daraus was basteln lassen.

Ein System verlassen, was sich nicht reformieren mag, ist glaube ich gesund für Leute, die Veränderung und Lebendigkeit hoch schätzen.

Nun bin ich de facto kein Therapeut mehr, und auch kein Harz-4-Aufstocker mehr, sondern irgendwie draußen vor der Tür.

Auf das, was ich gelernt habe, kann ich sicher bauen, und nun steht es mir frei, neue und andere Ziele zu setzen. Viele spannungsreiche Kompromisse entfallen nun. Bin gespannt, was sich daraus machen läßt.

 

 

 

Download PDF

Umgang mit Wissen – Diskretion, Denunziation, Verleumdung, Rassismus, Ausgrenzung

Wer, wie ich, viele Leute kennt und viele Geschichten – da kommt natürlich die Frage, wie gehe ich damit um, was ich beobachte, weiß, erfahren habe.

Rechte Rede, rechtes Denken, rechtes Handeln (im Sinne von richtig, nicht von politisch ‚rechts‘) – was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.

Fresse halten, das fällt mir schwer. Wer schweigt, stimmt zu. Das hilft nur den Verbrechern, sich vornehm raus zu halten.

Aber auch wer viel redet, kann einen Anstand besitzen und wahren.

Jedenfalls meine ich das, und versuche es auch – obwohl ich natürlich rede und damit Politik mache.

Wer bei mir auf der Shitlist steht, über den rede ich überall. Klare Sache. Auf diese Liste spezieller Feinde kommt aber auch nicht jeder drauf, dafür musst du schon einiges dir geleistet haben.

So wie der Jan, deswegen denke ich gerade drüber nach. Ist nicht meine Art, über Leute persönliches an andere weiter zu geben, normalerweise.

Ich habe Fehler gemacht, und daraus gelernt. Beispiel aus der Vergangenheit: Wenn eine Frau laut im Bett ist, ist das cool. Darüber mit ihrem neuen Freund zu reden – total uncool. Als das passierte, war ich 25 Jahre jünger als jetzt. Und mir war nicht klar, dass es so unangemessen zu sein hat. Das war weder beabsichtigt noch in seinen Folgen absehbar. Und tat mir danach sehr leid. Inhaltlich na klar eher schade. Krampfig, diese Leute. Kann natürlich auch sein, bei ihm war sie still und unbefriedigt. Aber sie hat es verübelt, nicht er. Also diese Theorie wohl falsch. Jedenfalls seitdem, nicht reden über gehabten Sex. An sich schade – Fußball ist bescheuert, Sex spannend. Nur: Die Leute halt so nicht drauf. Weswegen sie auch eher lahm sind, finde ich.

Dann kenne ich Leute, die Gesetze brechen.

Darüber mit der Polizei reden, das verbietet sich von selbst. Stört bloß, und bringt niemandem was. Schwere Straftaten, andere Nummer: Kinder mißhandeln – da zeige ich natürlich an. Ist mir aber nie unter gekommen, bis auf eine Familie, die die Kinder raus geschickt hat, weil sie anschaffen muss und er halt säuft – da habe ich das Jugendamt angerufen, und die sagten mir, sie wissen das, sie könnten nix tun. Na toll.

Patienten, deren Geschichte natürlich sowieso super ihr Geheimnis, da habe ich starkes Interesse, meine Vertrauensbasis nie zu gefährden. Zumal das ganz unnötig wäre.

Ich habe weit über 1000 längere und noch mehr kurze Geschichten gehört, wie das Leben so laufen kann — da kann ich immer ganz allgemein sagen, ich habe schon erlebt, dass es bei manchen so war, dass … und als Beispiel auch mich verwenden, so wie in ‚ bei mir kenne ich das so, dass wenn …‘. Insofern da keine Schwierigkeit, die Diskretion zu halten.

Denunzitation, also Anzeigen, oder anonym Hinweise an die Staatsorgane oder die Presse geben – eine sehr zweischneidige Sache. Ich lehne das klar ab. Außer, wenn es nötig ist, um zu verdeutlichen, dass ich nicht immer nur Spaß mache. Als ultima ratio ist kein Mittel ausschließbar, nie.

Könnte theoretisch dazu beitragen, faktische Mißstände zu beseitigen. Aber real gibt es nur Ärger für die Hinweisgeber – niemand bedankt sich oder ändert was, es wird nur die undichte Stelle gesucht und mundtot gemacht, besonders die Wistleblower landen in fiesesten Schwierigkeiten, werden als Nestbeschmutzer etc. verunglimpft (wenn sie Glück haben) oder eben gefoltert und weg gesperrt oder umgebracht (typischerweise).

Zumal es gegenüber dem Staat keine Anonymität gibt, sie wissen, wer wer ist, immer. Da kannst du nichts machen.

Verleumdung – auch so ein Mist. Geht mit Mobbing Hand in Hand, es wird geredet, und irgendwas bleibt hängen, egal wie blöd das Gerede ist. So wie ‚Bielefeld existiert nicht‘. Spielt keine Rolle, dass das Quatsch ist – es ist da und geht nie wieder weg.

Wobei Mobbing immer mit dem Chef gemeinsame Sache machen ist – sonst ist es kein Mobbing.

Es ist ein Prozess, bei dem Einzelne durch eine Gruppe gezielt diskreditiert, ausgegrenzt und letztlich zerstört werden, weil sie als störend angesehen werden.

Und was mir auf dem Kunstgewerbehof passiert ist – dass ich da jetzt an allem Schuld bin, was in meiner Abwesenheit passiert ist – das führe ich auf Verleumdung durch diesen Schwaben zurück.

Verleumdung ist nicht harmlos, sondern tödlich. Kein Spaß, so was. Ich habe mehrfach festgestellt und klar gesagt, ich war das nicht mit Autos beschädigen – trotzdem erzählt der Kerl das allen weiterhin. Das geht nicht.

Klassisch, wie Rufmord zu Mord wird: Antisemitismus.

Erst wird eine Differenz erfunden, dann ausgebaut, und nachher die Untermenschen vernichtet, was niemanden von denen, die als die gute Gruppe definiert sind, stört.

Die Selbstaufwertung der Guten gehört natürlich dazu, ebenso wie der Raub am Eigentum der ‚Schlechten‘.

Dass die dunkle Hautfarbe angeblich eine Minderwertigkeit bedeutet, haben die Belgier erfunden, damit niemand was sagt, wenn sie in Afrika morden, rauben, plündern und brandschatzen.

Vorhin sagte mir eine Deutsche, die sich selbst wohl für ‚links‘ hält, sie habe mit Türken nichts zu tun, wegen deren Kultur. Autsch, scheißeblöd. Kurzer Versuch der Aufklärung, traf auf Widerstand, daher: Ich sofort aufgehört zu reden, weg. Dumme mag ich nicht, fiese erst recht nicht. Und Leute, die sich nicht bedanken, wenn ich was ausgebe, sowieso nicht doll.

Mit Türken nichts zu tun? Ach ja, scheißrassistenpack.

Die Türken (die durchaus auch Kurden, Armenier, sonstwas sonst sind; aber: Alles Ali oder was?) bauen unsere Autos, oder haben das gemacht, bevor die Roboter es übernommen haben. Sie fahren die Taxis und Funkmietwagen, putzen die Straßen und die Kernkraftwerke, arbeiten in den Kiosken, sind faktisch diejenigen, die Deutschland am Laufen halten … aber als weißer Mensch der deutschen Bio-Spießer-Bevölkerung hat man nichts mit ihnen zu tun, weil sie ihre Frauen diskriminieren und einen komischen Glauben haben.

So dumm sind diese ‚Deutschen‘.

Weder sind alle Türken hier Männer, noch gehören ihnen ihre Frauen (was soll dieser Unsinn?), sie sind auch nicht mehr oder weniger brutal und primitiv und patriarchal als Deutsche – noch sind sie alle gläubig, noch ist Islam irgendwie komisch oder im Vergleich mit Christentum oder Judentum irgendwie weniger gut und sinnig und sowas. Alles Ressentiments und Vorurteile, die aus der Segregation der Gesellschaft herrühren – keinen Deut anders als Südafrika zur Apartheitszeit. Gleiche Denke, gleiches Verhalten, gleich bescheuert.

Wenn einer ein Arschloch ist, na gut. Wenn einer mich anpißt, auch ok. Kann ja auch mal sein, dass jemand sich bloß ein wenig Luft machen mag.

Wer es übertreibt: Zerstören. Irgendwann ist Schluß mit Lustig.

Wie? Durch klares Benennen aller gesammelten Fehlleistungen, wenn die Zeit für Korrekturen verstrichen ist – und trotz aller Versuche, eine Einigkeit wieder herzustellen, kein Einlenken passiert.

Dann sage ich über einen Lügner, Betrüger, Verleumder, Abzocker, Poser, Arschgesicht und falsches Stück Scheiße genau das.

Da ist Gnade nicht mehr möglich.

Solche Leute braucht niemand, und will auch keiner haben – und sie graben sich ihr eigenes Grab, denn – kann ja sein, stimmt nicht, was ich sage – bloß: Wenn sich die Hinweise von vielen Seiten häufen, sollten solche Gestalten vielleicht neue Opfer anderswo suchen …

Damit das mal ganz klar ist.

 

 

 

Download PDF