Schreiben, Aufräumen, Sinn, Veränderung

Ich merke, wie ich wieder Lust habe, mit Texten und Bildern am Computer zu arbeiten. Entlang der Linien, die ich bisher entwickelt habe. Kurze Texte, eher Fragmente aus meinem Denken. Beobachtungen und bisherige Versuche. Frage natürlich – wozu?

Der Sinnmacherei habe ich mich bislang verweigert. Eher ist es so, dass ich gerne einige Verbindungslinien skizzieren möchte, vielleicht nur für mich. Möglich aber auch, dass es die fehlenden Puzzle-Stücke sind, die auch anderen Leuten gerade nicht präsent sind. Nützlichkeit niemals ganz auszuschließen.

Kürzlich hatte ich ein Buch über Neuropsychologie seit ewiger Zeit mal wieder zur Hand und drin gelesen. Sehr spannend. Daran orientiert erklärt sich mein Verhalten komplett aus der Funktionswiese des Gehirns, so wie es sich entwickelt hat. Lernen baut Hirnareale aus – die, um sich selbst zu erhalten, aktiv bleiben. Deswegen mache ich viele Dinge, die ich mal gelernt habe, weiter. Auch nicht so wichtig, vielleicht.

Bedeutsam aber, ungewöhnliche Lebensumstände schaffen ungewöhnliche Gewohnheiten. Man gewöhnt sich an alles, und Veränderungen lösen dann Ängste und Zweifel und Vermeidungsverhalten aus. So geht mir das gerade. Ich habe die Chance, etwas an meinem Messie-Chaos zu ändern, Ordnung zu schaffen. Allerdings würden dabei viele Dinge weg kommen, und ich brauche zwar keines dieser Bücher, aber nehme ich auch nur eines in die Hand, fatal – schon interessiert es mich wieder. Nicht alle Bücher, aber tendenziell bin ich in der Lage, für praktisch jedes überflüssige Ding einen guten Grund zu finden, wieso ich es nicht entsorgt habe. Jedenfalls gefühlt ist das so. Natürlich bullshit, aber Leiden entsteht durch Anhaftung, da ist was dran.

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Even among Tantric Buddhists, there may be a division of opinion as to how far the Yidams are the creations of individual minds

Heute kam es vor, ich sprach mit einem Freund, und es ging um Religion. Meine Sicht darauf ist, was sich lohnt, ist die gesamte Religiosität (alle Menschen, alle Zeiten) zu betrachten und darin die Muster und Parallelen zu studieren. Dadurch werden die regionalen und zeitlichen Besonderheiten ein wenig ausgefiltert, und vermutlich gibt es eine finite Reihe von großen Themen, die überall behandelt werden. Schließlich meint religio die Rückbindung des Menschen an die anderen Menschen, die Welt, das Leben. Ist eine Vermutung, die ich als junger Mensch hatte – es wäre möglich, einen Kern aus den Schichten der Religionen verschiedener Zeiten zu extrahieren. Da wollte ich vergleichende Religionswissenschaften studieren. Und fand alles, was mit angewandter praktischer Erforschung dieser Dimensionen zu tun hatte, also Tarot und QBL und I-Ching (sowie Sex, Drugs und Rock’n’Roll) total spannend. Pforten der Wahrnehmung und so. Mich interessiert das innere Leben, die mystische Erfahrung, die Begegnung mit dem Absoluten in uns. Was auch sonst. Über innere Mitbewohner (als eine spirituelle Praxis) beispielsweise können uns die buddhistischen Schulen mehr und andere Dinge berichten, als es die westliche Psychologie oder irgendeine der derzeitig als „Christentum“ bezeichneten Strömungen vermag. Tantrischer Buddhismus ist da eher hands on mit praktischen magischen Arbeiten der Selbstdekonstruktion. Wohnstatt für einen Gott (eine Göttin zu sein). Man vergleiche das mit den Konzepten zu Rausch, Ektase, Besessenheit, Wahn, Psychose. Und natürlich immer die Frage: Wie funktioniert das, ist das echt oder eingebildet 😉

Spaß beiseite, in meiner Arbeit mit psychisch kranken Menschen fand ich immer wichtig, wie das innere System gebaut ist und was es mit den Leuten macht, wie sie selbst das umbauen können und wie es für sie Sinn machen könnte. Verhaltenstherapeuten benutzen ja zunehmend solche Techniken wie innere Bilder, Visualisierungen, Arbeit mit inneren Anteilen. Das soll dann als innere Ressource dienen, sozusagen Extra-Kraft. Dass es an sich um eine sinnstiftende Verbindung mit einer Lebensenergie (in welcher Form auch immer) geht, dürfte die gemeinsame implizite Annahme dahinter sein.

The function of the Yidam is one of the profound mysteries of the Vajrayana. Especially during the first years of practice the Yidam is of immense importance. Yidam is the Tibetan rendering of the Sanskrit word „Iṣṭadeva“—the in-dwelling deity; but, where the Hindus take the Iṣṭadeva for an actual deity who has been invited to dwell in the devotee’s heart, the Yidams of Tantric Buddhism are in fact the emanations of the adepts own mind. Or are they? To some extent they seem to belong to that order of phenomena which in Jungian terms are called archetypes and are therefore the common property of the entire human race. Even among Tantric Buddhists, there may be a division of opinion as to how far the Yidams are the creations of individual minds. What is quite certain is that they are not independently existing gods and goddesses; and yet, paradoxically, there are many occasions when they must be so regarded.[22]

Dieser Punkt – mit wem unterhalten sich Leute, die sich scheinbar mit sich selbst unterhalten – kam in dem Gespräch mit dem Freund auf. Ohne auf die Frage einzugehen, ob sich die ganz eigenen inneren Figuren auf die Archetypen beziehen (halte ich für ausgesprochen wahrscheinlich), meine Vermutung ist, dass sich über solche Installationen ein Erfahrungsschatz erschließt, sich eine ganz eigene Art der Weltwahrnehmung und Sinnstiftung ermöglicht. Allerdings ist es riskant, solche Spaziergänge durch die Seelenlandschaften zu unternehmen – eben wegen der Schattengestalten, denen man natürlich auch begegnet. Was ich erlebt habe an vitaler Energie in mir, das war eine Kraft von einer Intensität, die überwältigend war. Nur steht diese Kraft unter einer Art von Druck, ist ständig zu beengt gewesen – und dann ausgebrochen wie eine Art von Naturgewalt, die sich dann ausgetobt hat. Bilder für diese Phänomen aus anderen Kulturen, jedenfalls ist das meine Sicht darauf gerade, Kali und die etwas heftigeren Formen der Tara. Weil – ich habe das als meine weibliche Seite erlebt, eindeutig ein Bild von einer wütenden jungen Frau. Dämonisch, höllisch, grausam und dergleichen. Und gleichzeitig: Die Göttin in mir. Logischerweise habe ich das weiter entwickelt und bin auf ganz friedfertige Bilder gestoßen, die in einer ganz sanften Weise ebenso viel Kraft ausstrahlen.

The pose shows the conclusion of an episode in which Kali was rampaging out of control after destroying many demons. Shiva, fearing that Kali would not stop until she destroyed the world, could only think of one way to pacify her. He lay down on the battlefield so that she would have to step on him. Seeing her consort under her foot, Kali realized that she had gone too far, and calmed down. In some interpretations of the story, Shiva was attempting to receive Kali’s grace by receiving her foot on his chest.

Nun ist Kali ja nicht böse sondern wütend, und hinter Wut steht eine Grenzverletzung, durch die Angst, Frustration, Schmerz ausgelöst wurden.

Typische Therapeuten-Arbeit: Die hinter der sekundären Emotion Ärger liegenden Mechanismen bewußt machen und damit zusammenhängende Themen bearbeiten. Und natürlich: Für eine längere Interpretation dieses Themas: Kali teaches us about Anger.

Wie Shiva erreicht, dass Kali eine Überprüfung ihrer Handlungsweisen vornimmt: Er legt sich in Form eines Holzstammes ihr in den Weg. Alles, worauf sie bisher trat, wurde dadurch zerstört – der Stamm bleibt aber in seiner Form, und als Kali das bemerkt, verwandelt sich Shiva wieder in seine übliche Gestalt. Hier bemerkt Kali, dass sie nun gegen sich selbst kämpft bzw. auf wichtigen anderen herumtrampelt – was natürlich wenig zweckdienlich und sozial beschämend ist.

Kurukullā is a goddess whose body is usually depicted in red with four arms, holding a bow and arrow made of flowers in one pair of hands and a hook and noose of flowers in the other pair. She dances in a Dakini-pose and crushes the asura Rahu (the one who devours the sun).

Kurukullā (Tibetan: ཀུ་རུ་ཀུ་ལླཱ་; also Tibetan: རིག་བྱེད་མ་, Wylie: rig byed ma „Knowledge/magic/vidyā Woman“,[1] Chinese: 咕嚕咕列佛母 „Mother-Buddha Kuru[kullā]“ or Chinese: 作明佛母 „Knowledge-Causing Mother-Buddha“[2]) is a female, peaceful to semi-wrathful Yidam in Tibetan Buddhism particularly associated with rites of magnetization[3] or enchantment.

Grüne Tara.

Tārā is in fact the name of a whole class of deities. She appears in all the five colours of the Jinas. There are at least ten green forms, seven white, five yellow, two blue and one red. As Sarvajñamitra says of her form: ‚It is a universal form, varied like crystal, since it changes according to circumstance‘.She has both peaceful and wrathful forms. Her figure is shown in virtually all postures from standing to sitting, full lotus, half lotus, one leg down, and both legs down. There is apparently also a reclining Tārā. She has two-armed forms, four arms, eight arms, twelve arms, and Getty even mentions a Tibetan painting showing a standing Tārā with ‚one thousand heads and arms‘. Ghosh lists seventy-six distinct forms of Tārā, and tradition tells us there are one hundred and eight names for her.[23]

Cundi und Avalokiteshvara sind die Unterstützer, die ohne Heftigkeit und Gewalt arbeiten – durch Zuhören und geschickte Anleitung zu effektivem und gutem Handeln. Irgendwann bin ich wie andere auch über Thich Nhat Hanh auf diese Themen aufmerksam geworden, das hat mich angesprochen. Beeindruckend.

Cundi is depicted seated with eighteen arms, all wielding implements that symbolize skillful means of the Dharma or Tantra.  The symbolism of each arm is as follows:

1. The original 2 hands forming the root Mudra of Expounding the Dharma represents the fluency of elucidating all Dharma.
2. The hand holding the wondrous precious banner represents the ability to build a most magnificent, great monastery.
3. The hand forming the Fearless Mudra represents the ability to deliver sentient beings away from all terror and fears.
4. The hand holding a lotus flower represents the purification of the six senses which, untainted, are as pure as the lotus flower.
5. The hand holding a sword of wisdom represents the severing of the entanglements of afflictions and the three poisons of greed, anger and ignorance.
6. The hand holding an empowerment vase represents the flowing of nectar to nurture all sentient beings so that they may receive the empowerment of the buddhas.
7. The hand holding a wonderful jewelled headdress represents the wish to be linked to wonderful dharma art.
8. The hand holding a vajra lasso represents the ability to attract all into the yoga tantra.
9. The hand holding a wonderful celestial fruit represents the accomplishment of the fruition of enlightenment, and the extensive cultivation of good karma.
10. The hand holding an eight-spoke wheel represents the constant turning of the great dharma wheel, radiating its magnificent lights over the three lower realms.
11. The hand holding a battle axe represents the elimination of all evil practices and the severing of attachment to oneself and others.
12. The hand holding a large dharma shell represents the expounding of pure Dharma which shakes the universe.
13. The hand holding a vajra hook represents the skill to magnetize and attract all phenomena within one’s view.
14. The hand holding a wish-fulfilling vase represents the function of manifesting all treasures and scriptures at will.
15. The hand holding a vajra represents the collective convergence of support given by the eight classes of celestial beings and dragons. It also represents the subjugation of stubborn sentient beings.
16. The hand holding a wisdom sutra represents the self-cognition of knowing the profound and wonderful truth without any guidance from a teacher.
17. The hand holding a mani or wish-fulfilling pearl represents the vibrant and luminous state of mind which is flawless, pure and perfect.
18. The two original hands, beginning with the first hand, are held in the Dharma Expounding Mudra. Hence, the eighteen arms.
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Zeit für eine Veränderung

Der Riss geht durch uns mitten durch – wir sind als Rädchen im System natürlich an der Zerstörung von Lebendigem durch die planetare Abbaumaschine beteiligt. Und die Ökonomie zwingt uns, so wird gesagt. Weil ich am Stadtleben gerade keine Freude mehr habe – sieben Jahre sind genug – gehe ich aufs Land, auf einen Bauernhof.

Zeit meines Lebens habe ich mich mit dem System angelegt und wollte irgendwie was besser machen, bin gegen Wände gelaufen und habe viel Ärger gehabt. Nun, wo die Arbeit als Therapeut weg ist, und weil ich meinen Sohn sowieso selten sehe, gibt es keinen Grund mehr, sich den Dreck und den Lärm und die vielen elenden Leute zu geben.

Ich will mal was anderes schaffen, mehr Aussteigerhippiepunklandkommune oder so. Wobei mir diese beschissenen Pseudo-Weltverbesserer mit ihrem Gelaber auch auf den Sack gehen. Keine Ahnung. Vernünftig, gesund und bescheiden leben, sich die Zeit mit Arbeiten gestalten, die tatsächlich ein Gefühl von Erfüllung geben, mit diesen Themen will ich mehr zu tun haben.

Habe mir lange genug diese winzige vollgestopfte Bude in einem Beton-Meer gegeben, wo du rundherum gar nichts darfst und nirgends wirklich mitmachen kannst. Mal wo sein, wo ich wirklich was machen kann … und der Rest der Welt, das werde ich eine Weile komplett ignorieren, was nicht heißt, dass es mir egal geworden wäre.

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PUBG Zombie Mode

Keines der Videos ist für Leute geeignet, die empfindlich auf Gewaltdarstellungen reagieren. Nicht-Zombiefilm-Fans werden vielleicht auch Schwierigkeiten haben, die Faszination davon nach zu vollziehen.

Als Gamer sehe ich die PUBG-Variante, die sich da entwickelt, und finde das recht spannend.

Selbstorganisationsprozesse: Wie sich die Zombie-Spieler (die sich ja untereinander nicht kennen und völlig unstrukturiert starten) zu Gruppen zusammen fügen, mit Angreifern in den eigenen Reihen umgehen etc.

Wie die Zombies rüber kommen aus der Perspektive der Survivors:

Bisher gibt es noch keine speziellen Animationen für die Zombies in diesen Videos, habe das aber hier schon gesehen:

Was man noch alles mit so einem Spiel machen könnte.

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Reptilien haben uns versklavt (was Verschwörungstheoretiker so erzählen – Part III)

David Icke beschreibt, wie die Menschheit von außerirdischen Reptilien (die ihre Gestalt wandeln) heimlich versklavt worden ist. Sie haben eine Basis im Mond, bestrahlen uns mit einer Art von Verdummungsapparat – und natürlich sind alle kinderbluttrinkende Satanisten. Sie leben von unserer Energie. Und er hat das erkannt, hat die Matrix durchschaut (vielleicht hat er aber auch nur „V – sie sind unter uns“ gesehen).

Also eine Mischung aus Horror, B-Movie, Politthriller, SciFi und alltäglicher Kapitalismus-Lebenserfahrung. George Orwell mit Antisemitismus gemischt, inhaltlich. Und als Aufklärung verkauft – ein Geheimnis, eine unterdrückte Wahrheit etc. Ziemlich irre.

Leute kaufen das, sie besuchen die Veranstaltungen. Icke genießt seinen Status als Guru bzw. Messias und verdient gut mit seinen Büchern. Es gibt also einen Markt für diese Art von Welterklärung.

Im Grunde werden die Unterhaltungsbedürfnisse der Menschen bedient. Dass Icke schon mal im TV erklärt hat, dass er Jesus sei – geschenkt. Auch das angekündigte Weltende, was nicht kam – Anfänger-Fehler, alles verziehen. Eine Schar von Gläubigen findet sich offenbar für jeden Inhalt. Und medial besonders wirksam sind halt Sex, Blut, Gewalt, Geheimnisse. Außerdem das Element des Schockierenden – das kann doch nicht wahr sein. Darüber wird dann berichtet.

Ein Versuch einer generalisierbaren Definition von Elementen einer solchen sektiererischen Welterklärung folgt:

Unterhaltsamkeit (es muss interessant zum Weitererzählen sein, auch zum Darüber berichten)

Einfachheit (letztlich sind ganz wenige die Macher)

Entschuldung aller Mittäter (wir sind nur Opfer der Außerirdischen; was wir tun ist legitimer Widerstand)

Ein Angebot der geistigen Segregation (sich aus dem Mainstream lösen und ganz anders denken) in Kombination mit Selbstwert-Erhöhung (gehöre zur wissenden Elite und zu den Verteidigern der Menschheit)

Die sozialen Funktionen (je kleiner eine Gruppe von Menschen mit geteiltem Weltbild, umso höher der Einsatz der Beteiligten und umso stärker die Solidarität unter ihnen – nicht sicher, ab welcher Größe von Gruppen das stimmt bzw. wann eine solche selbst-stabilisierende Gruppe erreicht ist)

https://en.wikipedia.org/wiki/David_Icke

Soweit erst mal. Fehlen noch Mark Dice und Alex Jones, dann reicht mir diese Mini-Serie, glaub ich. Die Liste der Verschwörungstheorien ist lang. Letztlich geht es mir auch nicht um die jeweiligen Inhalte (die sind Unsinn), sondern um ihre Funktion als Kult und solche Aspekte – das finde ich daran spannend. Natürlich sind diese Themen politisch relevant wegen Alt-Right und Trump. Ansonsten wäre dieses irrationale Zeugs nicht der Rede wert.

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Therapeutische Praxis

Ich habe als Psychotherapeut gearbeitet, mich 7 Jahre lang damit beschäftigt. Eine Approbation habe ich nicht erreicht, weil ich selbst zu verrückt für den Job bin. Wenn mir was arg quer liegt – und das ist in den Bereichen Psychiatrie und Psychotherapie in sehr vielen Bereichen und praktisch überall so – dann rebelliere ich rum und will das verändern und stürze mich in sinnlose Gefechte, habe schrecklich recht bzw. bilde mir das ein, kriege aber kein Recht zugesprochen und stehe danach aufgrund von spektakulär dummen Aktionen meinerseits übelst im Abseits. Sozial geschickt geht irgendwie anders.

Auch verzettele ich mich super gerne, habe tausende Sachen vor und mache dann doch nix. So ein chaotischer Typ, halt.

Außerdem: Mein Gefühlsleben macht diese Art von Arbeit in dieser Form nicht mehr mit. Das habe ich für mich gelernt. Das Gesundheitssystem ist halt eher kein Ponyhof (sondern eine Fabrik mit Stückzahlen). Wie auch immer, ich will mich kurz fassen. Vor gar nicht allzu langer Zeit dachte ich, ich mache eine Praxis auf. Hatte die Homepage gemacht und den Raum schon, und dann kam eine Lawine von unerfreulichen Ereignissen mit der Folge, dass es nun ganz anders ist.

Jedenfalls hatte ich einen schönen Text geschrieben für die Seite, und um den aufzuheben (die Domain habe ich vom Netz genommen), tue ich ihn hier hin. Wird nicht die letzte Vision sein von etwas, was ich mir ausmale und was dann nicht wirklich sich realisieren läßt.

Das Scheitern gehört absolut dazu. So wie sich verlaufen (neue Ecken kennen lernen). Jedenfalls, wenn man sehr gerne eigene Wege geht.

Text für eine geplante Praxis-Niederlassung. Hab das aber nie gemacht, tatsächlich. Was ich hatte: Die Domain praxis-martin-wild.de Die ist aber nun abgeschaltet, weil ich das nicht machen mag, kann, darf.

Manchmal sind wir gefangen in unseren Verhaltensmustern. Dann leiden wir, weil es nicht so ist, wie es sein sollte. Und sind vielleicht ratlos, wie es denn anders oder besser gehen könnte.

Wir finden es schwer, jemandem zu vertrauen oder um Hilfe zu bitten. Andere haben uns verletzt, und das soll nicht wieder passieren – also fahren wir mit dickem Panzer durch das Leben oder verstecken uns, gehen den schwierigen Dingen aus dem Weg, verlieren uns in Grübeln und Angst, isolieren uns von den anderen. Je länger das geht, um so depressiver werden wir. Oder es passiert einfach zu viel und wir sind überfordert. Kann auch sein, es werden Wege gewählt, die – einmal beschritten – kaum wieder zu verlassen sind – Süchte und ’schräge‘, zwanghafte Angewohnheiten beispielsweise. Manche sind auch einfach in irgendeiner Hinsicht ‚anders‘, nehmen die Welt anders wahr, unterscheiden sich in ihrem Aussehen, Empfinden und Denken von ihrer Umgebung – und werden – möglicherweise bereits früh im Leben, mit lang anhaltenden negativen Folgen – ausgegrenzt. Wenn wir in solchen belastenden Lebenssituationen sind, ist guter Rat teuer. Und schlechten Rat gibt es überall, jeder gibt seinen Senf dazu, auch wenn sie keine Ahnung haben – so daß einem Menschen richtig zuwider werden können.

Was ich da skizzenhaft beschrieben habe, sind einige Aspekte von dem Phänomen, dass man psychisch und körperlich in Not gerät, krank wird, sich kaputt fühlt.  Es gibt etliche andere, und gemeinsam haben sie, dass es einem ganz und gar nicht gut geht.

Im Rahmen ärztlich-psychotherapeutischer oder auch psychiatrischer Expertise werden jeweils bestimmte Gruppen von Merkmalen gemeinsam als ‚Störung‘ bzw. ‚psychische Krankheit‘ definiert. DieWeltgesundheitsorganisation WHO beschreibt in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) im Kapitel V (‚fünf‘) die psychischen Beeinträchtigungen und ihre Diagnose-Kriterien. Es gibt viele Namen und Beschreibungen von Aspekten, und vieles kommt kombiniert vor. Und es gibt – das ist die gute Nachricht – geeignete Behandlungsmöglichkeiten, die Belastungen und Leiden nachweislich bedeutsam verringern.

Wer psychisch krank ist, kann zu einem Arzt oder approbierten Psychotherapeuten gehen und sich helfen lassen. Darauf haben Sie ein verbrieftes Recht, und das bezahlt Ihre Krankenkasse.

Allerdings ist es schwer, einen guten Therapeuten zu finden, und es gibt lange Wartezeiten. Oft dauert es drei Monate oder länger, und manche Menschen – die eine Schizophrenie, eine bipolare Störung oder eine Borderline-Persönlichkeitsstörung aufweisen, oder die viele komorbide Erkrankungen aufweisen (‚komorbid‘ bedeutet, es sind mehre Krankheiten gleichzeitig vorhanden, was eigentlich eher die Regel als die Ausnahme ist) – kriegen praktisch nirgends jemanden, der sich auf diese als ’schwierig‘ oder ‚bedrohlich‘ oder ‚unangenehm‘ empfundenen Themen einläßt.

Mit ‚gut‘ in ‚ein guter Therapeut‘ ist gemeint, jemand der sich auskennt und fachlich auf dem aktuellen Stand ist. Ob eine Zusammenarbeit fruchtet, hängt vor allem von der Qualität der Beziehung ab. Die angewendeten Methoden und Techniken – die sich schulspezifisch unterscheiden, denn ein Verhaltenstherapeut macht nicht das Gleiche wie ein Psychoanalytiker, ein Psychiater oder ein Heilpraktiker etc. – spielen letztlich keine so große Rolle für den Erfolg einer Therapie. Was nicht etwa meine Meinung ist, sondern Ergebnis der Psychotherapie-Forschung.

Ich bin Diplom-Psychologe und habe eine verhaltenstherapeutische Ausrichtung und Ausbildung (derzeit noch ohne Abschluß der Approbation).

Verhaltenstherapie geht von einer einfachen und gründlich belegten wissenschaftlichen Annahme aus, nämlich: Es ist grundsätzlich – abgesehen von Veranlagung und Temperament – alles gelernt, was wir tun und wie wir es tun. Und es kann alles Gelernte auch verändert werden. Nicht durch Zauberei und Hokuspokus oder Voodoo, sondern durch systematische Selbstbeobachtung, Verhaltensexperimente und konkrete Verhaltensveränderungen, die eingeübt werden. Die bringen den Erfolg, nicht irgendwelche ‚tiefen Einsichten‘, das potentiell ewig dauernde Rumbuddeln in der eigenen Biographie oder besondere Tricks und Kunststücke. Unser Verhalten strukturiert die Welt, in der wir leben, und wir können im Rahmen unserer Möglichkeiten dieses Verhalten so verändern, dass wir gut zurecht kommen. Das ist Verhaltenstherapie.

Meine Praxis bietet derzeit keine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen und auch kein Kostenerstattungsverfahren an. Und ich nenne mich nicht „Psychotherapeut“, sondern Berater. Ich übe keine Heilkunde im Sinne der Gesetze aus, denn dafür bräuchte ich eine Approbation oder einen Heilpraktiker-Schein. Ich mache aktuell lediglich Beratung und Coaching.

Ich vereinbare ein frei verhandelbares Berater-Honorar.  Wohlgemerkt, es gibt keine Regel, wonach irgendeine sinnvolle Technik der Verhaltensmodifikation nicht auch außerhalb eines therapeutischen Rahmens nutzbringend angewendet werden könnte. Wer mich bucht, bucht einen Therapeuten, Berater oder Coach oder Diplompsychologen, je nach Bedarf und Belieben.

Das hat mehrere Auswirkungen, gute und weniger günstige:

1) Niemand hat Nachteile durch Kontakte zu mir – wie beispielsweise den, nicht verbeamtet werden zu können – zu befürchten, die durch die stigmatisierende Bezeichnung ‚psychisch krank‘ entstehen könnten. Denn es kommt nichts in irgendwelche Akten und Datenbanken, was später irgendwer gegen Sie verwenden könnte.

2) Es muss alles selbst bezahlt werden (was blöd ist für kranke Menschen mit wenig Geld – aber so ist der Kapitalismus nun mal, das habe nicht ich mir ausgedacht). Wer kein Selbstzahler sein kann, kann und muss den Weg über kassenzugelassene Psychotherapeuten gehen.

3) Es gibt den Raum, um ganz individuell und bedarfsbezogen zu arbeiten. Sich ‚krank und kaputt fühlen‘ ist nur EIN möglicher Anlass unter vielen. Beziehungsprobleme, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz oder einfach der Wunsch, sich selbst in irgend einer Hinsicht zielorientiert zu verbessern oder Dinge für sich zu klären, sind genau so wichtig und richtig und möglich. Das kann ein niedergelassener, approbierter psychologischer oder ärztlicher Psychotherapeut nicht tun, denn die Krankenkassen sind nur für Krankheiten zuständig. Ich mache auch Coaching und Beratung, ganz wie es für meine Klienten paßt und gewünscht ist.

4) „Psychologischer Psychotherapeut“ ist eine geschützte Bezeichnung. Dafür muss jemand studiert und eine Ausbildung gemacht sowie die staatliche Approbationsprüfung bestanden haben sowie sich einen Kassensitz gekauft haben, um eine ‚erstattungsfähige Praxis‘ (die mit der Krankenkasse abrechnen darf) zu betreiben.

Ich bin seit 2001 Diplompsychologe (mit einem sehr guten Diplom sowie einer nach 2 Jahren abgebrochenen Promotion). Seit 2010 bin ich – mit einer längeren Auszeit zwischendurch – in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten. Zugleich arbeite ich – als Teil der Ausbildung – bereits seit langem therapeutisch und werde supervidiert. Ein Jahr habe ich in einer Psychiatrie (LVR-Klinik Köln (Merheim) sowie ein halbes Jahr in einer psychiatrischen Tagesklinik (LVR Tagesklinik Adamsstraße) gearbeitet, schwerpunktmäßig mit von Depression, Manie bzw. paranoid-halluzinatorischer Schizophrenie betroffenen Menschen. Ich finde gerade die Arbeit mit Menschen, die aus dem Raster fallen, mit denen praktisch kaum ein Verhaltenstherapeut arbeiten mag, wirklich spannend und sehe auch, dass da sehr viel erreicht werden könnte, wenn nicht die Spitzen der Gesellschaft sich aus ökonomischen Gründen gegen eine wirklich bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit psychosozialen Hilfsleistungen entschieden hätten.

Abartigerweise werden PsychotherapeutInnen in Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten während der 18 Monate Klinikzeit mit exakt 0€ vergütet, wogegen ich mit der Unterstützung der zuständigen Gewerkschaft ver.di und mehreren ebenfalls politisch engagierten KollegInnen – leider vergeblich – prozessiert habe. Diese Schweinerei ist für mich nach wie vor Grund, das ‚Gesundheitssystem‘, den LVR und die dort aktuell mächtigen Leute aus tiefstem Herzen zu verabscheuen: I hope you all drop dead soon.

Den Titel „Psychologischer Psychotherapeut“ darf ich derzeit noch nicht führen, das wird wohl 2018 der Fall sein. Was ich tue in meiner Arbeit ist natürlich genau das, was „richtige“ Therapeuten tun. Weil ich mich nicht strafbar machen mag, vermeide ich es, hier in einen Konflikt zu gehen mit dem System. Folglich mache ich in meiner Praxis fachlich das, was erforderlich ist und hilft – Beratung, Coaching, Verhaltenstherapie – darf es aber nicht Psychotherapie nennen. Sprich – auch wenn ich den Titel noch nicht führen darf, ist was ich tue, fachlich und durch Lebenserfahrung gut fundiert.

5) Als jemand, der beileibe nicht alles gut findet, was das Establishment betreibt, bin ich erfrischend anders als die meisten Therapeuten. Ich bin ein Freak, und das ist gut so. Die Haltung macht viel aus. Selbst mal Krisen gehabt zu haben und dazu zu stehen, sich nicht auf irgendwelche Gurus zu beziehen, den Schwachsinn von psychiatrischen „Transmittermangel“-Hypothesen klar als solchen zu benennen (und sich trotzdem ganz gut damit auszukennen, welche Medikamente wo helfen können) – wenn ich selbst jemanden suchen würde, dann so jemanden wie mich. Ich bin durchaus missionarisch unterwegs, und beziehe eine klare Position für das Leben und die Menschen, insbesondere für die Schwachen und Kranken. Ich bin parteiisch.

6) Weil ich als freiberuflicher Berater arbeite, ist es für mich möglich, Treffen auch außerhalb meiner Praxis dort abzuhalten, wo meine Klienten es wünschen. Ich kann mit Paaren oder Familien arbeiten, mit Firmen, politischen Organisationen oder Vereinen. Solche Freiheiten könnten sich niedergelassene KassenSitz-Psychotherapeuten im Rahmen von beantragten Therapien nicht erlauben.

7) Einen Pferdefuß gibt es noch: Mir zu vertrauen ist vielleicht schwieriger, weil es keine gesetzliche Schweigepflicht und keine Abstinenz-Regeln für Berater gibt.

Es ist ja so, das Gesetz schützt theoretisch die Patienten: Kein Psychotherapeut darf private Kontakte zu Patienten haben, während bzw. bis 2 Jahre nach einer Therapie – was theoretisch den Mißbrauch einer asymmetrischen Macht- und Wissenskonstellation für private Zwecke der Therapeuten verhindern soll.

Entstanden ist diese Regel, weil entsprechende sexuelle und psychische Grenzverletzungen und krasser Mißbrauch durch angebliche „Therapeuten“ – in der Zeit, als Therapie noch automatisch Psychoanalyse war und es sonst nichts gab – häufig vorgekommen sind.

Von Psychoanalyse halte ich überhaupt nichts: Diese angebliche „Fach-Richtung“ ist weitgehend zutiefst unwissenschaftlich und unseriös und hat sehr viele Menschen erheblich geschädigt mit ihrem dummen Zeugs, was sich bis heute fortsetzt. Es gibt gute Analytiker nur trotz und nicht wegen der gelehrten Inhalte.

Auch heute passiert Mißbrauch durch Ärzte, Therapeuten, Priester, Vertrauensleute etc. unter dem Deckmantel von ’sich um Schwache kümmern‘, solche üblen Geschichten haben mir Patientinnen auch schon oft berichtet. Immer, wenn Menschen mit wenig Risiko für sich selbst Schweinereien machen können, machen das auch sehr viele.

Allerdings wird niemand dafür je zur Rechenschaft gezogen. Googeln Sie das, wenn Sie es nicht glauben.

Die angebliche „Sicherheit“ beim Fachmann ist also lediglich fiktiv. Während ich darauf angewiesen bin, dass meine Arbeit wirklich Resultate bringt und ich weiter empfohlen werde. Was ein guter Grund ist, wieso ich diskret und verschwiegen arbeite und Grenzen wahre. Kann auch sein, ich habe Prinzipien. Ich bin Steinbock, nur falls Sie zufällig Astrologie mögen. Praktisch gesehen ist es irrelevant, was ich dazu schreibe. Sie können selbst feststellen, wie Ihr Gefühl zu mir ist und ob das taugt, was ich tue.

Dipl.-Psych. Martin Wild

Praxis: Meine Praxis in Köln-Mülheim – auf der Buchheimer Straße, nahe dem Wiener Platz – befindet sich im Aufbau. Derzeit steht sie bedauerlicherweise noch nicht für Publikumsverkehr zur Verfügung.

Kontakt: Wenn Sie Fragen haben oder ein Gespräch mit mir vereinbaren wollen, rufen Sie mich an

oder schreiben Sie eine Mail an meine Praxis-Adresse

Telefon: ​+49 221 69069601

Elektronische Mail: martinwild@praxis-martin-wild.de

Postadresse

Ferdinandstr. 15-17
51063 Köln

Es ist auch möglich, mich privat anzuschreiben, wenn es nicht um Arbeit gehen soll: martinwild@web.de

Sie werden mich sicher googeln, um herauszufinden, wie ich ticke. Würde ich auch so machen. Stört mich nicht die Bohne. Während viele KollegInnen sich der irrigen Annahme verschrieben haben, dass Therapeut zu sein bedeutet, sich persönlich möglichst unsichtbar und distanziert zu gerieren, sehe ich das komplett anders. Nur ein Mensch, zu dem ich Vertrauen haben kann, ist auch jemand, dem ich vielleicht tatsächlich vertraue, wenn ich ihn ausreichend geprüft habe. Wer sich dem nicht stellt, ist für mich lediglich ein Hanswurst.

Damit es unkompliziert möglich ist, dass Sie sich ein eigenes Bild von mir machen, gebe ich eine Linkliste mit auf den Weg:

Mein Blog x2b3.de enthält meine bio-psycho-sozial-philosophisch-politische Weltanschauung in wenig geordneter Form. Da erfahren Sie, dass ich ein Menschenrechts-Aktivist bin.

Ich finde die UN-Deklaration der universellen Menschenrechte eine sehr gute Formulierung davon, worum es der Menschheit insgesamt und jedem einzelnen Menschen gehen sollte. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wurde seinerzeit mit viel Bedacht entworfen, und auch das ist ausgesprochen gut. Ob es den Herausforderungen der Jetzt-Zeit gerecht wird und was politisch, juristisch und gesellschaftlich daraus gemacht wird, mag eine andere Sache sein und nicht jede und jeder wird finden, dass dieses System geeignet ist, ein Leben in Gesundheit und Würde für alle zu ermöglichen. Das lasse ich mal so stehen.

Auf Facebook bin ich unter https://www.facebook.com/martin.wild.58 zu finden. Die albernen Privatheitseinstellungen benutze ich nicht – alles, was ich schreibe, kann von jedem des Lesens und der Sprache mächtigen (regelhaft Deutsch und Englisch, beides für mich flüssig les- und schreibbar, und das setze ich auch voraus) mitverfolgt werden. Wenn ich Geheimnisse haben sollte, dann schreibe ich diese logischerweise nicht ins Netz oder spreche darüber am Telefon, wo sicher ist, dass die Geheimdienste und die Staatspolizei das mitschneiden und auswerten – so viel Vernunft sollten Menschen in der Zeit nach Snowden und Manning besitzen. Wir alle werden ausspioniert, überwacht und manipuliert, das ist ganz normal und davor gibt es auch keinen wirksamen Schutz.

Es stört mich nicht, wenn Sie mich auf Facebook anschreiben oder sich vernetzen. Möglicherweise werden Sie denken, der Typ ist ja nicht ganz dicht, das geht doch so nicht. Dann ist das ein gutes Indiz dafür, dass Sie sich an jemand anderes wenden sollten.

***

Soweit dieser Text. Finde, ich habe mir durchaus konkrete Gedanken gemacht, für eine Weile habe ich wirklich gedacht, genau das ist es doch! Irgendwie wird es mal so ähnlich werden, vielleicht mehr ein Café als eine Praxis, relativ informelle Geschichten. Was ich nicht mehr so mag, ist diese Hierarchie und Abrechnungssysteme. Blablabla.

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Operation Mindfuck

Über Wilson, Leary, Crowley Lilly, Chomsky … da könnte ich viel schreiben, klar. Könnte man machen, aber. Wie stets beim Schreiben: Wozu es nochmal tun, wenn alles bereits dargelegt wurde.

Radikaler agnostischer Konstruktivismus, falls eine Nußschale reicht: Die Welt ist eine Konstruktion, auch die Wertsysteme (Gott) und dergleichen. Wesentliches Werkzeug sind die Begrifflichkeiten (Worte) usw. Und Schopenhauer dazu: Welt als Wille und Vorstellung. Sonderlich viel mehr Philosophie braucht es an sich nicht. Abgesehen von Fragen politischer Organisation (Macht) und Willensbildung etc. – wenn du sowas spannend findest. Und dann natürlich vor allem eines: Praxis. Bei mir war das so, als ich jünger war. Und natürlich ganz wesentlich: Invent your own religion. Natürlich ist mir eine gewisse Nähe zur diskordischen Bewegung keineswegs unangenehm.

Discordianism recognizes chaos, discord, and dissent as valid and desirable qualities, in contrast with most religions, which idealize harmony and order.

Sieht so gar nicht nach ernsthafter philosophischer Literatur aus 😉

Die „Illuminatus!“-Bücher habe ich mit 23 gelesen, natürlich begeistert. Dieses Phänomen der Verschwörungstheoretiker ist heute ja viel diskutiert, und die Idee der Realitätstunnel und Filterblasen etc. Wilson hat darüber sehr gut geschrieben. Fachlich spannend, insbesondere auch „Cosmic Trigger“.

Why ‘Welcome To The Dark Ages’ is the ushering in of the Horkosian era of Discordianism – a talk by Daisy Eris Campbell

Falls du Horkos nicht kennst … das ist eine Gottheit, die böse Leute jagt und zur Strecke bringt, die nämlich etwas geschworen haben – und dann nicht tun.

You should also know that if somebody intends to provoke me, I am accustomed to come back again the very same day“ – Horkus

Hesiod’s Theogony identifies Horkos as the son of Eris („strife“) and brother of various tribulations: Ponos („Hardship“), Lethe („Forgetfulness“), Limos („Starvation“), Algae(„Pains“), Hysminai („Battles“), Makhai („Wars“), Phonoi („Murders“), Androktasiai(Manslaughters“), Neikea („Quarrels“), Pseudea („Lies“), Logoi („Stories“), Amphillogiai(„Disputes“), Dysnomia („Anarchy“), and Ate („Ruin“).[4]

Bin auf Facebook drüber gestolpert, dass es in 2017 ein Festival23 gibt.
Und ein Theaterstück, basierend auf „Cosmic Trigger“.

https://cosmictriggerplay.com/

VICE-Artikel: https://www.vice.com/en_uk/article/qbn483/the-discordian-revival-chaos-festival

Daher ein wenig Werbung für die Discordia. Und Operation Mindfuck.

 

 

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Wolfenstein II – Nazis und die Gewaltfrage

Wolfenstein II: The New Colossus. Ein wenig rein geschaut mit der Frage: Will ich das spielen?

Am Wegesrand reden zwei Nazis über Gewalt („niemals in Ordnung“, „kein Verständnis“, „auch Menschen“) – und ihren nächsten Job (bei den Todesschwadronen).

Philosophie in Computerspielen.

Wolfenstein II: The New Colossus

Wie gewohnt völlig übertriebenes Gewalt-Epos, und wieder räumt ein Held die Nazis alle ab, zwei schwere Sturmgewehre im Anschlag. Aber unterhaltsam durch die schräge Story und die mit Alien-Technologie vermischten Nazi-Gegner. Mir persönlich sagen diese Tunnel-Spiele (letztlich nur ein Weg durch das Spiel, alles linear) und auch die Idee vom übermächtigen Helden (wie in Wolfenstein oder auch in Splinter Cell) nicht mehr zu. Egal, wie krass die Gegner irgendwann sind – es ist immer gleich, lerne sie auswendig.

Open World Multiplayer haben zwar nicht die geführte Story und die großen Effekte – nur, die sind auch letztlich nur Jump Scares wie in der Geisterbahn, nicht wirklich Action. Oder eben ein Railroad Shooter.

Anders, wenn man sich freier bewegen kann und richtige andere Spieler statt Scripts als Gegner (oder Verbündete) dabei sind. In PUBG gibt es nie eine gescriptete Wiederholung (aber natürlich lernbare Verhaltensmuster echter Menschen).

Eine Mischung aus beidem wird sicher öfter zu sehen sein, vielleicht wie GTA oder so. Missionen, aber eben auch eine in sich stimmige, vom Spieler unabhängige Welt als drum herum.

Stalker war darin wegweisend – eine Welt mit lauter sich autonom bewegenden Einheiten, die immer auch mal wieder sich untereinander in die Haare geraten – bevor Multiplayer sowas auch als Interaktion von Spielern ermöglichte. Wieso nicht die Spielleiter-Funktion(en) bei Multiplayer den Spielern geben? Arma 3 hat mit dem Zeus-Mode genau das getan – du steuerst eine Kampagne oder ein Szenario, um der Spielergruppe eine interessante Partie zu bieten. Also ähnlich wie früher die Rollenspiel-Runden.

 

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PUBG Videos – und diverse andere Spiele

Manchmal ist es ja sehr unterhaltsam, lehrreich und auch schlicht entspannend, sich ein paar Videos von guten Gamern rein zu ziehen.

Von MrGrimmmz kann man viel lernen – enorm präzise, erklärt nachvollziehbar seine Aktionen. Ungeschnittenes Gameplay (Twitch Stream bzw. Youtube). Ehrgeizig bis verbissen, was bisweilen stört.  Wurde gehonkt, und ist damit eher ungeschickt umgegangen. Irgendwie bin ich ein wenig davon weg. Mag auch lieber die Karte sehen und den Stream als irgendwelche Gesichter. Egal. Brian hat es total drauf. Daran ist nichts auszusetzen.


Aktuell mein Favorit ist Aculite (Youtube Twitter). Vom Auftreten her ganz was anderes – total freundlich und entspannt.

Solo sehr geil, aber wirklich exquisit als Team: Aculite und Tomographic, die beiden zusammen sind wirklich ausgesprochen unterhaltsam. Geschnittenes Material, was dennoch gut nachvollziehbar ist. Und Tom stirbt regelmäßig vor Spielende. Gehört irgendwie dazu.

Aculite ist recht vielseitig. PUBG nicht der einzige Fokus. Eher ganz verschiedene Spiele. Sowieso schön, mal ins Gameplay der aktuellen Spiele rein zu schauen. Gibt einige interessante Titel gerade.

Blackwake (Piraten).

Depth  – Haie vs. Taucher oder eben Taucher vs. Haie.

Oder Ark (Steinzeit mit Crafting und Dinos).

Auch interessant: Zombi.

Wie gut Aculite spielt, siehst du noch deutlicher bei Rainbow Six: Siege – da ist die Action dauernd sehr intensiv.

H1Z1: King of the Kill. Und noch eine Episode H1Z1.

Miscreated. Zombie Horror Survival als Multiplayer.

Insurgency

Nether

Nether

Battlefield: Bad Company 2.

Auch wenn mein Russisch eher nicht so gut ist, sehe ich auch gerne Eligorko zu. Also, PUGB. Nach dem Ausflug durch aktuelle FPS-Games.

Ganz anderer Stil, mal sehr direkt, dann wieder sehr lange Flanken. Die Fernschüsse sind eher nicht sein Ding.

Shroud von Cloud9 – witzig, ein Profi-Spieler. Sehr abgeklärtes Spiel. Bekannt als Counterstrike-Spieler bei der ESL.

Spielen wie Götter: https://www.youtube.com/watch?v=G2AMZHekL_Y
Einige tolle Stunts dabei. Und ein paar bekannte Streamer.

Bevor PUBG (bzw. Battle Royale) ein eigenes Spiel war, gab es von PlayerUnknown den Arma3-Mod. Davon hier ein wenig Footage.

Man vergleiche das mit den frühen Medal of Honor-Spielen 😉 hat sich ziemlich was getan, von der Grafik her.

Medal of Honor
Medal of Honor
Medal of Honor: Allied Assault. Sehr viel besser, und spielte sich toll.

Und ich hatte die Idee, interessante Sprünge zu sammeln. Den vom Hausdach durch ein Fenster in ein anderes Haus finde ich gerade nicht, verflixt.

Lustig finde ich dieses Spiel in Retro-Optik: Unturned

 

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PUBG – Urlaubsbilder

Abenteuerurlaub am PC. Schont das Budget und die Umwelt. Die PUBG-Karte Erangel ist wirklich schön, da kann man neben dem eigentlichen Spiel auch sich schön die Zeit vertreiben mit Rumfahren, dabei nette Orte ansehen, auch mal ein wenig entspannen und der Sonne zu schauen. Und dann wieder rein in die Action. So gefällt mir das.

Überhaupt, ein Urlaub, wo mal keine Erwartungen enttäuscht werden. Jedenfalls keine an den Service, sag ich mal. Ein übel kaputter Ort ohne jegliche Bewohner, die anderen Gäste mörderisch unfreundlich – und du metzelst sie nieder. Jedenfalls in der Theorie. Praktisch ist mein erster oder zweiter Feindkontakt nach wie vor mein Ende. Sind halt auch keine doofen Computer-Gegner, sondern Leute mit Geschick und Verstand und Übung. Hart, dagegen anzukommen. Manchmal sehr krasse Szenen.

Und dann wieder vieles, wo ich einfach schallend lachen muss. Ganz besonders zählen dazu rasante Auto-Kämpfe – da passiert einiges, was wirklich kaum zu glauben ist.

Manche Sachen sind nervig. Mit den enorm wirkungsvollen Schüssen aus weiter Entfernung komme ich noch gar nicht klar – da bin ich immer noch viel zu sehr mit Orientieren im Nahfeld beschäftigt, um sowas wie eine mentale Karte von dem Ort zu haben und aus den Geräuschen und den Gegebenheiten der Landschaft auf die Positionen der Schützen schließen zu können. Von Sehen brauche ich da nicht zu reden – die sind gerade mal pixelgroß, da sehe ich nichts von. Treffen dich aber mit Zielfernrohr ganz locker. Übel. Und die Kämpfe ganz am Anfang, mit Fäusten oder irgendwelchem Zeugs und unter totaler Hektik, da treffe ich auch nichts, wenn Leute hektisch rum rennen. Auflauern – auch so ein Ding. Wie oft bin ich schon einem genau vor die Flinte gesprintet. Autsch. Also, ich gebe zu, ich bin echt nicht so gut in dem Spiel. Aber ich liebe es.

Hab nix gemacht, nur Auto-Fahren 😉

Weil die Schwierigkeit so hoch ist, habe ich für mich einen Weg gefunden, einfach zunächst nur ein paar der vielen Dinge zu machen, die man können muss, um es zu beherrschen.

Einfach viele Absprünge machen und möglichst lange im Spiel bleiben – also sicher und gezielt landen können. Und dann ein Fahrzeug, und die Insel kennen lernen. Einfach rum fahren, sich die Gegend aneignen. Und die Steuerung der Fahrzeuge gut können.

Zwischendurch mal Nahkampf üben – da landen, wo viele landen, und mit der ersten geeigneten Waffe gleich auf Jagd gehen. Gar nicht erst mühsam 10 Zimmer looten, um dann vor dem Haus abgeknallt zu werden. Sondern sofort drauf, auch wenn du nix triffst. Die Lobby ist dein Freund – da kannst du immer mal ein wenig üben 😉

Natürlich gibt es dutzende Seiten zu PUBG mit Tipps und Videos. Wenn ich mir Mr Grimmz ansehe, bin ich natürlich fasziniert.

Und auch sonst ist das Spiel durchaus geeignet, es sich als Stream rein zu ziehen. Weniger geeignet als Counterstrike für E-Sports (aber da wollen sie hin).

Der Moment, wo du nicht drum rum kommst, es zu bemerken – das ist nicht das wirkliche Leben, nur ein Spiel … und du kannst es nun nicht nochmal spielen, weil sie die verfickten Server warten müssen 🙁
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